They’re Red Hot

Da sind wir wieder! Wollte mich zwischendurch eigentlich zumindest mit ein paar ersten Exklusiv-Bildern melden, aber im entscheidenden Moment hat’s immer die Sicherung rausgehauen (daß wir die selbst wieder reinmachen hätten können haben wir natürlich erst bei der Abfahrt erfahren).
Aber der Reihe nach. Vom Freitag habe ich ja schon berichtet, schon während der 6 ½ Stunden reiner Fahrtzeit hatten wir ziemlich viel Spaß. Hab das Video jetzt doch mal eingestellt. Ging die ganze Zeit ungefähr so, und das Video bringt natürlich die Atmosphäre nicht annährend rüber. Die Rückfahrt war noch lustiger, aber da war leider mein Kameraakku leer (war etwas dumm, daß ich das Ladegerät nicht dabei hatte).

Samstag haben wir dann optimal ausgenutzt. Obwohl wir ja Freitag Abend gut gegessen hatten (Benedikt und ich haben uns jeweils ein Steak gegönnt und eine Flasche kalifornischen Cabernet Sauvignon geteilt), mußten wir erst mal was zum Frühstücken finden, wir waren ja in einem ziemlich günstigen Hostel, wo es kein Frühstück gab. Nach erneutem Erkunden der Bourbon Street haben wir dann mit Beignets ein wie sich herausgestellt hat für New Orleans typisches Frühstück gefunden; das sind donutähnliche fritierte Teigstücke, die ziemlich fettig sind und dadurch schnell satt machen.
Nach dem üblichen Anschauen der Souvenir-Geschäfte, dem französischen Viertel selbst und zum Schluß ganz kurz einem interaktiven Kunstmuseum (wo man das Licht dimmen konnte und dadurch das Bild ganz anders wirkte) haben wir uns dann gemütlich in Richtung City Park begeben:

Yasu fliegt (im Hintergrund unser Hostel, unser Zimmer war aber im etwas heruntergekommeneren Nachbarhaus); mein Beitrag zu Halloween (ist ja nicht so mein Ding); auf dem Weg zum VooDoo Festival

Nach dem anstrengenden Weg hieß es natürlich erst mal Anstoßen! Beim Warten auf die Getränke konnten wir schon unsere erste Band sehen, die waren ganz okay, aber sogar Michael und ich haben die Fehler in ihrem Spanisch erkannt.

Da die anderen erst mal aufs Klo mußten, wir aber nicht so lange warten wollten, sind Michael und ich losgezogen, um Getränkenachschub zu holen. Na gut, die Schlange am Bierstand war zwar nicht gerade die kürzeste, aber trotzdem war es ziemlich stur von den Mädels, daß sie nicht auf uns warten wollten. Tja, so mußten wir wohl oder übel unsere 2 Bier und 7 SoCo Shots nur mit Benedikt zusammen trinken. Da wir keine Lust hatten, die Mädels zu suchen (was wohl auch ziemlich erfolglos gewesen wäre), haben wir uns dann zu dritt auf die Suche nach einem möglichst weit vorn gelegenen guten Platz gemacht. Nach unserem Weg auf dem Rückweg zufolge waren wir ungefähr am hinteren Rand von der Mitte (ok, keine sehr genaue Beschreibung…), wo wir uns dann nach Social Distortion (wir sind ziemlich spät angekommen, die haben nur noch so zwei, drei Lieder gespielt) auf Deutsch unterhalten haben. Da kam eine Gruppe begeisterter Amerikaner aus New Orleans, denen wir alle möglichen und unmöglichen deutschen Worte nennen sollten und die ganz begeistert von uns waren (noch begeisterter als wir es selbst von uns waren *g*).

Unsere „Gruppe“:

Dadurch hat’s dann auch gar nicht mehr so lange gedauert, bis die Chili Peppers gespielt haben. Endlich mal wieder was zum Abgehen!!!!!!!
Die Fotos sind leider mal wieder nicht so gut geworden, ich finde es enorm schwierig, bei Dunkelheit gute Bilder hinzubekommen, weil mit Blitz sieht man hauptsächlich die Köpfe der Leute vor einem, und ohne verwackelt es zu schnell bzw. die Bühne ist nur ein heller Fleck.
Der Vollständigkeit halber hier aber trotzdem die besten Aufnahmen:


Michael und ich — Rock on!!!

Da die Darbietung ziemlich genau zwei Stunden gedauert hat und nach einer kurzen Pause noch ein paar Zugaben kamen, hat sich der Eintritt für uns auf jeden Fall mehr als gelohnt, auch wenn wir von den anderen Bands ja fast gar nichts mitbekommen haben (was ich aber nicht so schlimm finde, da wir dafür ja was von New Orleans gesehen haben). Als wir uns am vereinbarten Treffpunkt getroffen haben, gab’s aber noch eine unangenehme Überraschung – Lucie aus Frankreich, die auch mit dabei war und das alles organisiert hat, inkl. Auto mieten usw., wurde beim Stage diving unglücklich von einem bekifften Trottel am Hals verletzt und ist dabei umgekippt. Weil wir zunächst nicht so genau wußten, was jetzt mit ihr ist, war die Stimmung etwas gedrückt, und wir waren ja auch alle ziemlich müde (Benedikt hatte nämlich hörbar gut geschlafen *g*) und hungrig (nach dem wenn auch sehr üppigen Frühstück hatten wir keine Gelegenheit mehr gefunden, etwas zu essen).

Als wir dann in Erfahrung bringen konnten, daß Lucie aller Wahrscheinlichkeit nach in ein Krankenhaus gebracht wurde (zusammen mit der anderen Französin Nathalie), wußten wir wenigstens, daß sie ansprechbar ist und selbständig gelaufen ist; außerdem hat uns die Aussage etwas beruhigt, daß in Louisiana jeder sofort eine Bandage bekommt und geröntgt wird, selbst wenn er nur von der Toilette fällt. Zum Glück hatte sich dann aber herausgestellt, daß die Mädels um drei Uhr wieder im Hostel waren und außer Schmerzen wohl nichts weiter war. Trotzdem mußte Benedikt auf dem Rückweg natürlich alleine fahren, und weil die Mädels Streß gemacht haben, hat’s auch etwas länger gedauert. Michael ist eine Mischung aus wahnsinnig geworden und eingeschlafen, weil es auch wirklich eine extrem langweilige Fahrt war. Aber gut wie wir drauf waren haben wir trotzdem ein paar verrückte Sachen gemacht – wir sind nämlich ganz langam gefahren (wenn schon langsam, dann wenigstens richtig!). Zitat Michael: „It makes so much fun to be overtaken by trucks“, „It is much safer to drive slow“, „The landscape is so beautiful“; und – mein persönlicher Favorit (wir sind in Amerika!!!): „We can save gas“. Das war wirklich lustig, durch die neun Personen geteilt sind wir auf nur ca. 80$ für Auto, Benzin und Unterkunft gekommen fürs ganze Wochenende.

Ich verabschiede mich natürlich nicht ohne einen kurzen Kommentar zu Katrina: Ich hätte es mir ehrlich gesagt schlimmer vorgestellt, zumal unser Hostel laut Internetkommentaren in einer Gegend sein soll, wo das meiste noch nicht wiederaufgebaut ist. Klar gibt’s noch ne ganze Menge ziemlich zerstörter Gebäude, aber es ist schon enorm viel wieder in einem halbwegs ordentlichen Zustand.

1 Kommentar zu „They’re Red Hot“

  1. Franzi sagt:

    So, nun muss ich aber auch mal was berichtigen… was heißt denn hier die Mädels haben Stress gemacht? Wir wollten nur nicht dass Benedikt uns umbringt (oder größere Wahrscheinlichkeit: nen 200 Dollar Strafzettel kassiert…) *g*.

    Du weißt ja wies gemeint ist ;-).

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