Archiv für Juli 2007

The leprechauns made me write this :-)

Donnerstag, 5. Juli 2007

Da ich schon immer mal dort hin wollte, habe ich die Gelegenheit genutzt und bin mit Becky, die ich in Memphis kennengelernt habe, und ihrer Freundin Anne, die gerade eine Backpackingtour durch Europa machen, nach Irland geflogen. Da ja noch Uni ist, konnte ich leider nur für ein verlängertes Wochenende mit, es hat sich aber trotzdem durchaus gelohnt. Nach kurzem Aufenthalt in Dublin haben wir an einer Bustour teilgenommen, was den Vorteil hatte, möglichst viel sehen zu können, ohne großartig in Reiseführern lesen zu müssen. 🙂

Unser erster Stop war in Kilbeggan: dort ist die erste Whiskey-Destillerie (manchmal wird behauptet, die erste hätte es in Schottland gegeben, daher spricht die Homepage nur von der „ersten lizenzierten Pot Still Destillerie“).

Die Energie wurde je nach Wasserlage entweder mittels eines Wasserrads oder einer Dampfmaschine gewonnen, welche man hier sieht:

Natürlich durfte auch eine Verkostung nicht fehlen (obwohl es noch recht früh morgens war…), danach gab es für die ganz mutigen noch einen Wettbewerb, bei dem die verschiedenen Whiskeys richtig zugeordnet werden mußten. Hat nicht so ganz geklappt, aber noch für Trostpreise gereicht.

Nächster Stop war die laut Wikipedia meistbesuchte touristische Attraktion, eine Klosterruine aus dem 6. Jh. namens Clonmacnoise. Im ersten Bild sieht man auch den Shannon River, den längsten Fluß Irlands.

Danach ging’s weiter zum Poulnabrone Dolmen, erinnert ein bißchen an Stonehenge, ist aber deutlich älter.

Bevor wir unser Nachtquartier Doolin erreichten, haben wir noch die Cliffs of Moher besichtigt, sehr hohe und eindrucksvolle Klippen. Leider kann man seit einiger Zeit aus Sicherheitsgründen nicht mehr richtig nah dran…

In Doolin, ein winziges Dorf, in dem es angeblich kein Internet gibt, dafür aber eine Telefonzelle, eine Brücke, unter der angeblich manchmal ein ominöses Monster spukt, drei Pubs und kaum mehr andere Häuser, war dann wie gesagt unser Hostel. Die traditionelle irische Live-Musik war ganz nett, aber nicht unbedingt ein Highlight, ebenso wie mein erstes Guinness. Deutsches Bier schmeckt mir, vielleicht, weil ich es ein halbes Jahr nicht trinken konnte, und jetzt in einem Biergarten, der Beck’s vom Faß anbietet, wohne, besser. 🙂
Samstag fuhren wir als erstes nach Dingle, wo wir ein bißchen (window-)shoppen konnten. Touristische „Attraktion“ (naja…) ist „Fungie“, ein Delphin:

Auf dem weiteren Weg haben wir so viele kurze Stops gemacht, daß ich mich an die Namen gar nicht mehr so genau erinnern kann, jedenfalls war es alles sehr eindrucksvoll und ziemlich windig. 🙂 Das mittlere und rechte Bild wurden übrigens am „Ende der Welt“ aufgenommen.

An irgendeiner Stelle muß man mit den Füßen ins Meer, weil man dann angeblich ein Stück seiner Seele dort lassen kann und in 40 Jahren wieder abholen kann (meine eine Mitbewohnerin ganz nüchtern: „Was bringt das?“).
Es war noch kälter als in Spanien, aber das war es wert!

Abends kamen wir dann nach Killarney, eine Kleinstadt, in der es eigentlich nicht viel zu sehen gibt, wo aber trotzdem ziemlich viel Partytreiben herrscht. Neben Guinness gab es auch Jägermeister, man beachte die Blicke nach dem Trinken (Amerikaner: igitt, Deutscher: mmmhh, lecker *g*)

Eine kleine nächtliche Kuriosität:

Sonntag stand dann im Zeichen vom Blarney Castle, wo man einen Stein küssen muß, was zwar ziemlich eklig klingt, trotzdem aber so beliebt ist, daß der Stein mal für $ 1 Mio. nach Amerika verkauft werden sollte.

Bei unserer letzten Station, der Mitchelstown Cave, durfte man leider nicht photographieren. Das war eine unterirdische Höhle, in der eine das ganze Jahr über konstante Temperatur von 12°C herrscht. Das war irre interessant, aber ich will Euch nicht zu neugierig machen, da ich wie gesagt keine Bilder habe.
Das war in groben Zügen schon die Tour. Bis zu meinem Rückflug am Montag Nachmittag blieb noch etwas Zeit in Dublin. Leider hat allerdings Becky da ihr Portemonnaie vergessen/verloren/geklaut bekommen, was natürlich erst mal ziemlich unschön und schockierend war.
Alles in allem hat es sich auf jeden Fall gelohnt, schade, daß ich nicht auch noch mit nach Schottland kommen konnte…