Archiv für April 2007

Santander

Montag, 9. April 2007

So, nach meinem Umzug nach Gießen und den Osterfeiertagen komme ich endlich dazu, Euch mal ein paar Bilder von meinem Spanien-Urlaub zu präsentieren.

Zunächst mal einen „Überblick“ von Santander

Wie schon gesagt haben wir einen Kommilitonen besucht, der gerade ein Auslandssemester in Santander macht. Da er ja vormittags eh in der Uni war, haben wir die Zeit für Ausflüge in die nähere Umgebung genutzt, so zum Beispiel nach Santillana del Mar, einem kleinen historischen Städtchen, das nur aus Souveniershops und Hotels besteht, aber trotzdem nur ein paar mal am Tag von Bussen angefahren wird.
Santillana del Mar

Den Samstag haben wir für einen Ausflug in die größte Stadt des Baskenlands, Bilbao, genutzt. Äußerlich eine eigentlich sehr schöne Stadt mit wichtigen Sehenswürdigkeiten, habe ich mich über eine Kleinigkeit in einer Kirche ziemlich aufgeregt: Dort befanden sich nicht etwa wie üblich im Eingangsbereich Kerzen, die man gegen eine Spende anzünden kann, sondern Leuchtdioden, die bei Einwurf von Münzen zu flackern beginnen. Mir ist schleierhaft, ob dies an strengen baskischen Brandschutzverordnungen oder neusten CO2-Einsparmaßnahmen liegt, ich fand das jedenfalls ziemlich blasphemisch.
Anschließend waren wir im Guggenheim Museum, das aber eher durch interessante Architektur als durch besondere Kunstwerke überzeugte.
Bilbao

Da aus unserem Vorhaben, am Sonntag eine Höhle zu besichtigen, die nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen war, nichts geworden ist, da keiner von uns das für die einzig auffindbare bezahlbare Autovermietung erforderliche Mindestalter von 23 Jahren hat, wollten wir Samstag Abend nochmal weggehen. Zwar ist in Spanien vor Mitternacht selten etwas los, aber selbst später war irgendwie nicht so sehr viel los, jedenfalls im Vergleich zum Freitag, wo schon früher alles ziemlich überfüllt war. Tja, so hatten wir etwas Zeit, um mal wieder ein paar verrückte Fotoeffekte auszuprobieren:

Es gab ständig irgendwelche Erasmus-Parties

Aber nicht nur die furchtbar späten Weggeh-Zeiten waren etwas ungewohnt, auch die Tatsache, daß während der dreistündigen(!) Siesta wirklich fast alle Geschäfte geschlossen haben und die Stadt fast ausgestorben wirkt. Auch daß die Supermärkte sonntags geschlossen haben und sonst erst gegen 9 Uhr morgens öffnen, ist zwar nicht unbedingt verwunderlich, aber im Vergleich zu Memphis natürlich unkomfortabel. Und während Amerikaner ja schon deutsche Geschäfte riesig hoch und furchtbar klein finden, sind die Häuser an spanischen Straßen noch schmaler. Die Geschäfte sind alle deutlich kleiner, dafür gibt’s dann natürlich aber mehr Läden.

Am Sonntag waren wir dann übrigens am Strand, und unerschrocken wie ich war, bin ich natürlich (wenn auch nur mit den Füßen) gleich in den Atlantik spaziert, der aber leider furchtbar kalt war. Hatte dann auch erst mal ne Erkältung, als ich wieder zurück war… Aber gelohnt hat sich’s trotzdem, jetzt hab ich immerhin wieder ein neues Facebook-Profilbild. 🙂

Von Ryanair war ich übrigens positiv überrascht, die haben ja „ganz normale“ Maschinen, also nicht irgendwie enger o.ä., und obwohl es keine Sitzplatzreservierungen gab, hielt sich das Gedränge halbwegs in Grenzen.