Archiv für Dezember 2006

Goodbye Memphis

Sonntag, 31. Dezember 2006

Live und in Farbe berichte ich hiermit zum letzten mal exklusiv (zumindest was die deutschen Austauschstudenten betrifft) von der University of Memphis!
Heute ist mein letzter Abend, was meine Mitbewohner zum Anlaß genommen haben, mir noch eine Abschiedsparty zu organisieren. Nichts großes zwar, aber total nett! 🙂
Wenn ich dann morgen fertig gepackt habe, werde ich auch schon direkt von nem Klassenkameraden zum Flughafen gefahren, und dann fliege ich zunächst ins neue Jahr und dann zurück nach Deutschland. Wenn ich dort wieder Zugang zu einem DVD-Laufwerk habe, gibt’s noch gelegentlich einen Bilderrückblick…

Ich weiß gar nicht mehr so genau, ob ich es schon erzählt habe, aber am letzten gemeinsamen Abend der deutschen Austauschstudenten habe ich mir ja mehr oder weniger einen Traum eines jeden Musikers erfüllt. *g*
Hier gibt’s das ganze als Video:

Und hier noch zwei Germanizismen, entdeckt in San Francisco: „Krims krams“ und „Kalkwasser“. Ich habe noch einen gesehen, komme aber gerade nicht mehr drauf.

OK, da dies wohl meine letzte Gelegenheit ist, wünsche ich Euch schon mal einen guten Rutsch ins neue Jahr! Wir sehen uns in 2007!

Phil in Memphis in San Francisco

Mittwoch, 27. Dezember 2006
  • Do, 21. Dezember
  • Da ich erst gegen Abend angekommen bin (trotz der Verspätung, die auch bei Delta Airlines üblich ist, hat American Airlines einen viel besseren Service als Delta; es gibt nämlich Dr Pepper an Bord!!), und es zudem auch noch geregnet hat, habe ich bis auf ein paar Lebensmittel einkaufen nichts weiter gemacht.

  • Fr, 22. Dezember
  • Eigentlich wollte ich als erstes eine Sightseeing-Tour machen, die ich einem anderen Hostel-Gast abgekauft habe, weil der schon alles wesentliche gesehen hatte (die Tour war Teil eines Pakets, das er sich gekauft hatte). Weil ich aber ein paar Minuten nach Abfahrt dort war und somit eine knappe Stunde auf die nächste Tour hätte warten müssen, und weil eine Studentin aus Köln nach Alcatraz fahren wollte, was ich eh auch noch sehen wollte, bin ich einfach kurzentschlossen dort hin mitgefahren.
    Von außen doch eigentlich ganz nett…

    …ist’s von innen nicht sonderlich komfortabel

    San Francisco von der Fähre aus

    Danach sind wir nach einem (mal wieder) „weltberühmten“ Schokoladen-Eis von Ghirardelli (die sind mittlerweile übrigens von Lindt&Sprüngli aufgekauft worden) zur besagten kurvigsten Straße der Welt gelaufen. Da mußten wir erst mal einen steilen Berg hoch, das war viel anstrengender, als es auf den Fotos aussieht!
    Unterwegs habe ich schon meine erste Cable Car gesehen

    Und hier ist die besagte Straße; auf dem Foto ist sie leider nicht so gut zu erkennen

  • Sa, 23. Dezember
  • Erst mal habe ich die Sightseeing-Tour gemacht.
    Irgendwo in San Francisco

    Da gibt’s alles mögliche mit Knoblauch, sogar Knoblauch-Eis, ihhh!
    061226Garlic.jpg

    Nachmittags war ich dann im Golden Gate Park.
    Der Japanese Tea Garden

    Huch!? Die stehen da einfach so, ohne irgendeinen erkennbaren Zusammenhang, und ohne jegliche Erklärungstafel

    Da ich ja in New York schon in einem Kunstmuseum war, hab ich auf das de Young-Museum mal verzichtet, aber angeblich soll es auch sehr sehenswert sein.

  • So, 24. Dezember
  • Das Wetter war besser, als die Fotos es nahelegen; die Sonne hat zwar nicht die ganze Zeit geschienen, aber es war trocken und relativ mild. So habe ich kurzerhand die Golden Gate Bridge per Fahrrad überquert.


    Ohne Kommentar

    Bin dann auch noch ein Stückchen weiter gefahren, in eine „historische“ Stadt namens Sausolito. Für Europäer ist das aber definitiv nichts besonderes.

  • Mo, 25. Dezember
  • Ich war zwar in New York schon im American Museum of Natural History, aber da mein Reiseführer (der eigentlich relativ kompetent ist) das nahegelegt hat, habe ich nun auch die California Academy of Sciences besucht. War zwar nicht unbedingt schlecht, hat aber bis auf ein paar ziemlich komische Schlangen nichts wirklich Neues geboten nach dem Berliner Zoo und dem AMNH.
    Ansonsten bin ich noch etwas durch Chinatown gelaufen. Dort habe ich auch mal ein chinesisches Bier, Marke Tsingtao, probiert. Ist definitiv trinkbar und nicht vergleichbar mit amerikanischem sogenannten „Bier“, auch wenn deutsches Bier natürlich besser ist.
    Das Tor zu China-Town

    In Amerika gibt’s ja viele von diesen Feuer-Leitern außen an Gebäuden; man kriegt fast ein bißchen Höhenangst, zumindest wenn man ohne Schuhe auf den Gitterstäben steht *g*

  • Di, 26. Dezember
  • Irgendwie hatte ich nachdem ich in den letzten Tagen ziemlich viel umhergelaufen bin (so viel wie vermutlich noch nie in Amerika; nachdem ich in New York ein ziemlich gutes Hotel in einer dafür nicht so zentralen Lage hatte, ist mein Hostel hier ja eher einfach, dafür aber in einer Super-Lage Downtown) und mir davon die Füße schon etwas wehgetan haben, heute keinen großen Elan mehr, außerdem gibt mein Reiseführer auch nichts her, was ich unbedingt noch sehen müßte. Hab’s daher eher ruhig angehen lassen und bin noch etwas Einkaufen gegangen. Obwohl ich eigentlich gar nichts wollte, da meine Koffer auch so schon voll genug sind, hab ich mich zu zwei T-Shirts und ner Hose überzeugen lassen, weil’s so günstig war!
    Als ich dann mein Zeug ins Hostel gebracht habe, wollte ich eigentlich nochmal kurz ein bißchen raus, aber dann hat es angefangen zu regnen. Aber wie gesagt hab ich ja eh schon vermutlich alles wichtige gesehen, sodaß ich wohl morgen auch nicht mehr so richtig weiß, was ich noch tun könnte. Aber dann geht’s ja auch schon wieder zurück nach Memphis.

Frohe Weihnachten!!!

Sonntag, 24. Dezember 2006

Ich wünsche Euch allen ein frohes Weihnachtsfest 2006!

San Francisco

Samstag, 23. Dezember 2006

Bin gut angekommen (gestern schon natürlich), war mal wieder ein ziemlich langer Flug, hatte einige Verspätung, hab aber trotzdem noch den Anschlußflug bekommen (der hatte auch Verspätung), ist also nix passiert.
San Francisco scheint in der Tat auch ganz schön zu sein, war heute schon auf Alcatraz Island, dem ehemaligen Hochsicherheitsgefängnis… War super interessant! Danach gab’s ein sehr leckeres Eis und die kurvigste Straße der Welt. Ich wußte gar nicht, daß San Francisco so bergig ist.
OK, so viel für heute, Bilder und einen ausführlicheren Bericht gibt’s wie letztes mal wohl erst, wenn ich wieder zurück bin.

New York

Donnerstag, 21. Dezember 2006

Nachdem ich in New York am Flughafen schon den ersten Teil schreiben wollte, aber an nicht funktionierendem W-LAN gescheitert bin (normalerweise gibt’s ja überall in Amerika W-LAN, bestimmt hätte ich sogar, wenn ich unter einer Brücke geschlafen hätte, Internetzugang gehabt, aber am Flughafen scheinen zu viele Router zu sein, die sich gegenseitig stören, oder ich bin einfach zu weit weg, aber woanders hingehen kann ich ja nicht, da ich an der Steckdose bleiben muß), und meine Versuche in Atlanta (wo ich nochmal 3 Stunden Aufenthalt hatte) ebenfalls scheitern sollten (da gab’s zwar eine gute W-LAN-Verbindung, aber da hätte man sich erst kostenpflichtig anmelden müssen, das wollte ich lieber nicht), melde ich mich nun wieder zurück aus Memphis.

Am Samstag bin ich ja erstmalig nach Manhattan aufgebrochen, aber leider war ich, wie sich herausgestellt hat, etwas zu dünn angezogen (es war zwar nicht kalt, ca. 15°C oder so, aber kälter, als es aussah), außerdem war der Akku meiner Kamera leer, sodaß es eh nix gebracht hätte, wenn ich irgendwas besichtigt hätte! *g*
Trotzdem bin ich mit meinem persönlichen Guide auf Tour gegangen. Das geht folgendermaßen: Man sucht im Internet ein bißchen, und findet dann ein paar MP3s, die man auf seinen favorisierten Player lädt, und schon kann es losgehen: Man folgt einfach den Richtungsangaben und wird nebenbei über Geschichte, Hintergründe, interessante Fakten etc. der umliegenden Gebäude informiert. Ist wirklich eine super Sache, und wenn man ein bißchen sucht, findet man bestimmt für die meisten größeren Städte so etwas. Wenn man sich irgendwo länger aufhalten will oder einen ein bestimmtes Gebäude nicht interessiert, hat man ja die Pause/Überspringen-Funktionen des Players zur Verfügung. Meine Tour am Samstag hat mich durch das Rockefeller Center geführt. Dort ist der schönste Weihnachtsbaum von Amerika, der alljährlich nach Auswahl durch eine Jury irgendwo abgeholt und unter Polizeibegleitung dort hin gebracht wird. Außerdem habe ich die größte katholische Kirche Nordamerikas gesehen, die St. Patrick’s Cathedral.

Am Sonntag wollte ich mich eigentlich mit Charlotte treffen, die zur gleichen Zeit in New York war. Weil ich meinen Bus verpaßt habe und der nächste nicht kam, und ich erst mal den „Haupteingang“ von der Grand Central Station (Hauptbahnhof von New York) finden mußte – was gar nicht so leicht ist…-, war ich aber leider ne halbe Stunde zu spät und Charlotte verständlicherweise schon weg. Blöderweise hatten wir auch unsere Handynummern nicht. Naja, dann hab ich halt auf eigene Faust Manhattan erkundet, und schon mal das wichtigste abgeklappert: Die Wall Street, die World Trade Center Site, das World Financial Center, die Brooklyn Bridge (aber ich wußte nicht, daß man da auch als Fußgänger drübergehen kann…) und das Empire State Building (wo man, wenn man wie ich eine Audio-Tour dazu bekommen will, 22 Dollar zahlt, was eigentlich relativ viel ist, nur um mit einem Fahrstuhl in den 86. Stock gefahren zu werden, aber andererseits offenbar immer noch zu wenig, da man locker anderthalb Stunden darauf warten muß (ich hatte mit ner knappen Stunde somit noch Glück)). War also so ziemlich der ergiebigste Tag, von dem es natürlich ebenfalls Bilder gibt.
Die Brooklyn Bridge

Das Empire State Building

Irgendwo in Manhattan

Ich neben der Freiheitsstatue (naja, nicht direkt daneben)

Die Trinitiy Church (ganz unscheinbar zwischen den riesigen Wolkenkratzern) von außen und von innen

World Financial Center und World Trade Center Site

Am Montag bin ich dann extra ziemlich früh aufgestanden (daß ich in Queens gewohnt habe, war zwar unter Preisgesichtspunkten gut, aber daß ich jedes mal pro Richtung ne knappe Stunde Anfahrt hatte, plus ggf. Wartezeiten auf den Bus, hat zum Schluß doch etwas genervt, aber ich würde es trotzdem wieder so machen), in der Hoffnung, daß ich dann noch in die Freiheitsstatue komme, bei der am Sonntag um ca. 1 Uhr bemerkt war, daß die Tageskapazität erreicht sei und man daher nicht mehr rein dürfte, außerdem hatte ich gehofft, daß ich nicht so lange anstehen muß. Weit gefehlt; natürlich war wieder die Tageskapazität erreicht, und die Wartezeit in der Schlange betrug auch wieder ungefähr eine Stunde. Es hat mich aber trotzdem nicht daran gehindert, da ich es als meine letzte Chance sah. Während die Wartezeit und der „Service“ der Fähre als sehr schlecht zu bezeichnen sind, bin ich dann ein wenig auf der Liberty Island und auf Ellis Island (dort, wo früher die amerikanischen Einwanderer angekommen sind) umherspaziert und habe mir auf letzterer mal kurz das Museum angeschaut. Alles in allem ganz interessant, trotzdem war es aber ein total vergeudeter Tag, da ich wegen Probleme mit den öffentlichen Verkehrsmitteln dann gegen 18 Uhr aufgegeben habe.
Die Freiheitsstatue

Das Museum auf Liberty Island (aus einer zugegeben etwas ungünstigen Perspektive)

Blick auf Manhattan von Liberty Island aus

Da Charlotte im Nebenfach Kunstgeschichte studiert, dachte ich mir, kann ich Ahnungsloser und Kunstbanause es ins Museum of Modern Art wagen. Leider hat es mit dem Treffen mal wieder nicht geklappt, und da habe ich schon überlegt, ob ich mich allein überhaupt da rein traue. Wegen des moderaten Eintrittspreises für Studenten, des Fehlens einer Warteschlange, und weil ich ja eh schon davor stand, bin ich dann in Ermangelung eines spontanen Alternativprogramms in der Absicht, nicht so lange zu bleiben, doch rein, und hab dann Charlotte doch noch zufällig nach ein paar Minuten drinnen getroffen. Das MoMA hat sich dann auch als ganz annehmbar herausgestellt, es war zwar nicht unbedingt der Knüller für mich, aber abgesehen von mancher sehr modernen Kunst war’s schon mal ganz nett anzusehen.
Danach waren wir noch kurz im, bzw. vor dem, Central Park, aber weil es wieder ziemlich kalt war, hieß es erst mal Aufwärmen. Endlich, nach vier Monaten USA, kann ich von mir behaupten, zum ersten mal etwas in einem Starbucks gekauft zu haben (aber natürlich keinen Kaffee)! Ist schon ziemlich komisch, es gibt gerade in New York alle zwei Minuten Fußweg einen Starbucks, und jeder ist fast voll.
Danach war ich noch alleine unterwegs, im American Museum of Natural History, das quasi eine Art Mischung aus Deutschem Museum und Senckenberg-Museum darstellt. War auch ganz interessant, ist aber kein Muß, wenn man in New York ist.
Zum Schluß war ich dann noch im Theater, habe mir gedacht, das sollte man auch schon mal machen, wenn man in New York ist. Weil ich mich nicht rechtzeitig gekümmert hatte, habe ich relativ spontan entschieden; eine Mischung aus akzeptabler Zeit, Anschaubarkeit anhand der Beschreibung und Ersparnis beim Kauf eines Studententickets gegenüber eines regulären haben dann zu „The Scene“ geführt. Obwohl ich anfangs etwas genervt war, weil es ein ziemlich kleines Theater mit relativ engen Plätzen und wie üblich natürlich sehr laut atmenden Rentnern war, hat es mir dann doch sehr gut gefallen.
Das MoMA von innen

Moderne Kunst

Die U.S.A. in Farbe

Ein echter…. wie heißt der doch gleich? Picasso?? Nee: van Gogh!

Ich hatte ja auch noch Bilder von meinem Mega-zwei-Sterne-Hotel versprochen:

Alles in allem war’s ein super Trip, und obwohl manche Tage etwas ineffektiv waren, habe ich trotzdem noch ziemlich viel gesehen (ich denke mal, das wichtigste war auf jeden Fall dabei). Dadurch, daß ich halt etwas außerhalb gewohnt habe, mußte ich immer zusehen, nicht zu spät zurückzufahren, um sicher einen Bus zu erwischen. Am ersten Tag bin ich das Stück zwar auch gelaufen (was laut einem New Yorker „viel zu weit“ zum Laufen sei, wobei ich immer noch nicht so genau weiß, ob die Amerikaner wirklich so lauffaul sind, oder ob „weit“ ein Euphemismus für „gefährlich“ ist. Ich tippe aber auf ersteres), aber mitten in der Nacht hätte ich das nicht so gerne gewollt. Dadurch hatte ich leider keine Gelegenheit, das generelle Rauchverbot in Kneipen zu genießen. Das nämlich noch als Nachtrag: Der Auftritt der „Black Keys“, bei dem ich ja am Abend vor dem Abflug noch war, war leider eine ziemliche Enttäuschung. Die Luft war derart schlecht und verraucht, daß mir schon vor Beginn der Vorband die Augen gebrannt haben, und die Vorband hat sich erdreistet, erst um 22 Uhr anzufangen, obwohl bei Einlaß um 19 Uhr der Beginn für 20 Uhr angekündigt war. Außerdem war die Vorband zudem noch grottenschlecht. *g* Wenigstens war Franzi ja noch dabei, wir sind zwischendurch dann einfach mal kurz rausgegangen. Da konnten wir aber auch nicht so lange bleiben, weil es schließlich kalt war (für Memphis-Verhältnisse). Die Black Keys waren zwar ganz okay, zwar jetzt auch nicht so der Renner, aber hätte ich mir schon angehört, allerdings mußte ich ja noch fertig packen, damit ich am Freitag pünktlich mein Zimmer räumen konnte, sodaß ich nach den ersten 2-3 Liedern auch schon wieder aufbrechen mußte. Aber in dem Laden hatten sie immerhin super leckere Pommes, also war’s zumindest doch nicht ganz umsonst!

Morgen geht’s dann wie glaube ich schon mal angekündigt weiter nach San Francisco!

Ahh, zum Schluß noch etwas: Wer sich wie ich immer gefragt hat, wieso amerikanische Innenstädte eigentlich „Downtown“ genannt werden: Das hat seinen Ursprung in New York, und liegt in der Tat ganz einfach daran, daß die „Innenstadt“ im Süden von Manhattan ist, was auf der Landkarte unten – englisch „down“ – ist. „Midtown“ ist entsprechend zu erklären, und in New York gibt’s sogar auch konsequenterweise „Uptown“.

Yeah!!

Samstag, 16. Dezember 2006


Jaha! Da bin ich wieder! Und melde mich aus…… tadada: New York City!!!
Bin schon vor knapp drei Stunden oder so gelandet, und wollte heute Abend eigentlich zumindest schon mal kurz nach Manhattan fahren (wohne in Queens), aber die Suche nach meinem Hotel hat sich etwas länger hingezogen. Dafür ist es aber auch ein totales Bonzenhotel, da es nur zwei Sterne hat hab ich eigentlich mit nicht viel mehr als Jugendherbergsniveau gerechnet, aber das geht hier ganz schön ab. Bin grad zu faul, werde aber noch Bilder machen! 🙂 Überhaupt habe ich heute noch gar keine Bilder, hatte ja das ganze Gepäck und als ich dann wirklich richtig in New York war, war es ja schon dämmrig. Ich mußte ziemlich umherirren durch Straßen, die ich bei den Beleuchtungsverhältnissen in Memphis nicht alleine betreten hätte, aber eigentlich ist das ne ganz akzeptable Lage hier. Ich bin nur ein paar Häuser weiter von dem New York Times Gebäude!
Meine Reise hat übrigens schon ganz aufregend begonnen, nach dem ich im Flughafen durch die Sicherheitskontrollen gelaufen bin, hat man mich per Lautsprecher nochmal zurückgerufen. Hat sich aber als harmlos herausgestellt, die wollten nur, daß ich mein Notebook lieber als Handgepäck nehme, weil es sonst nicht versichert ist.
OK, wie gesagt, bin ziemlich müde, und außerdem am Verhungern. Werde mal kurz die Lage checken und dann vielleicht noch ein Bad nehmen. Dabei belasse ich es dann erst mal für heute, und melde mich vielleicht demnächst nochmal, aber andererseits bin ich ja nicht in New York, damit ich den ganzen Tag bloggen kann, sondern im wesentlichen um etwas von der Stadt zu sehen. Werde aber alles noch nacharbeiten!

Ein Rückblick

Mittwoch, 13. Dezember 2006

Da unsere Tage in Memphis jetzt ja gezählt sind (ok, ich gestehe: und ich schon den ganzen Tag alles mögliche mache, um nicht für die schrottige PDE-Klausur lernen zu müssen… Ich habe mittlerweile echt einen regelrechten Haß auf dieses Fach. Es hat mich ja im Grunde von Anfang an nicht richtig interessiert, aber jetzt ist mir mal wieder klar geworden, wie wenig ich dort eigentlich gelernt habe – für die Klausur, die auch aus einem Mit-nach-Hause-nehm-Teil besteht, habe ich am Montag im wesentlichen das abgeschrieben, was die anderen hatten, und selbst dabei schon Kopfschmerzen bekommen, und heute habe ich erfolglos versucht, in dem extrem schlechten und überteuerten (hoffentlich kann ich es wenigstens noch verkaufen) Buch diejenigen Formeln zu finden, bei denen am meisten Buchstaben so ähnlich sind wie in der Aufgabenstellung), sind wir gestern von zwei Mädels von der ISA (International Student Association) „entführt“ worden und waren mal wieder Downtown (Melli war damit schon zum dritten mal „das letzte mal Downtown“ *g*); jetzt können wir von uns behaupten, schon mal am Mississippi ein Picknick gemacht zu haben. Außerdem waren wir noch auf dem Dach des Peabody Hotels (ihr wißt schon, das mit den weltberühmten Enten), wo man einen sehr schönen Ausblick auf ganz Memphis hat. Außerdem ist da schon der Weihnachtsmann gekommen!

Nach dem letzten mal Wesley (diese Kirche, wo es dienstags immer Free-Food gibt) wollte ich schon aus Gewohnheit mein HoM-Buch einpacken… Die Vorlesung ist aber natürlich bei weitem nicht das einzige, was ich vermissen werde. Dank einer tollen Collage von Melli und Michael haben wir aber eine schöne Erinnerung:

Dank meines ultimativen Memphis-Buches, was mir meine Band geschenkt hat (ihr seid die besten! Nochmal danke dafür!!), in das jetzt jeder noch fleißig was reinschreiben darf, habe ich noch mehr Erinnerungen!

Das nächste mal werde ich mich dann wohl aus……… ups, fast hätte ich es ja schon verraten…… melden! Na, aber könnt ihr Euch ja denken, wo ich unbedingt noch mal hin wollte!

Schauspiel

Freitag, 8. Dezember 2006

Heute gibt’s zwei Beiträge, bitte den weiter unten nicht ignorieren!

Am Mittwoch war mein letzter Vorlesungstag, wenigstens die HoM-Vorlesung hat sich nochmal richtig gelohnt; wir hatten ein „Schauspiel“ mit mir in der Hauptrolle. Niemand geringeren als Professor Hilbert durfte ich spielen, und den ersten Absatz des Vortrags über die 23 Mathematischen Probleme vorlesen.
Wir haben auch einen schönen Satz bewiesen, nämlich daß es transzendente Zahlen gibt. OK, in Gießen ist man vermutlich schon weiter, angekündigt ist in diesem Semester schließlich ein Beweis über die Transzendenz von ?, aber immerhin!

Abends hatte ich die Gelegenheit, ins Theater zu gehen, das hat sich sehr gelohnt, dargeboten wurde „Wonderful Town“, eine Art Musical, was ja eigentlich nicht gerade mein Fall ist, es war aber ganz witzig gemacht. Leider hatte ich keinen Fotoapparat dabei, sodaß ich Euch keine noch kitschigere amerikanische Weihnachtsdekoration als meine eigene zeigen kann. Insgesamt sind hier aber viel weniger Lichter etc., als ich erwartet hätte.

Gestern war dann „Study Day“, den wir dazu nutzen wollten, unser überschüssiges Pancake-Pulver zu verbrauchen (s.u.). Leider hat es nur ungefähr die Hälfte der geplanten Teilnehmer tatsächlich in mein Apartment geschaft, aber die andere Hälfte hat dafür wirklich was versäumt. 🙂

Heute habe ich meine erste Abschlußklausur hinter mich gebracht, ob erfolgreich oder nicht wird sich noch zeigen. Schwer war es eigentlich nicht, aber ich habe manche einfachen Beweise (z.B. eine stetige Funktion nimmt auf einer kompakten Menge ein Maximum an – ich weiß, das hatten wir schon mal in einer Klausur) nicht mehr hingekriegt. Nächste Woche stehen dann noch drei weitere Abschlußklausuren an, dann heißt es Urlaub!

Operation P. – Episode II: Das Frühstück

Freitag, 8. Dezember 2006

Da Dr. M. diesmal kurzfristig ausgefallen ist, mußte die zweite Mission leider von Dr. P. alleine durchgeführt werden.
Man nehme diesmal:

  • Original Aunt Jemima’s Pancake Pulver
  • fettreduzierte Milch („normale“ Milch wäre natürlich besser, aber das gehört nicht hier her und wurde schon diskutiert)
  • genmanipulierte Eier (erstaunlicherweise sind amerikanische Eier kleiner als europäische!)
  • Sonnenblumenöl
  • zuckerfreien Ahornsirup (klingt eklig1, aber unsere Kreation wird schon zuckerhaltig genug)
  • und natürlich genügend viel vom besten koffeinhaltigen Erfrischungsgetränk

Die ersten paar Schritte sind auf der Pancake-Pulver-Packung beschrieben und werden daher hier nicht nochmal wiederholt. Anstatt der angegebenen Menge verwende man aber deutlich weniger Milch (Dr. P. hat vermutlich ungefähr die Hälfte verwendet, was sich aber als viel zu viel herausgestellt hat).
Wie man sich leicht denken kann, ist es jetzt wieder Zeit für den besten Schritt!
Man fülle so viel Dr Pepper hinzu, bis sich eine normale Pancaketeigkonsistenz einstellt.

Nun wird’s wieder etwas langweiliger, nämlich: Den Teig gemäß der Bedienungsanleitung backen. Praktisch ist, wenn andere Personen in der Nähe sind, zumal wenn sie besser kochen und backen können als man selbst, weil man dann die langweilige Wartezeit durch Trinken von Dr Pepper2 überbrücken kann.

Das war’s schon! Damit ist die Arbeit beendet und es wird Zeit fürs Vergnügen:

Mission erfolgreich beendet.

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1: ist es auch!
2: vorzugsweise in der Geschmacksvariante „Cherry Vanilla“. Übrigens gibt es noch eine weitere Geschmacksrichtung, „Berry Cream“, welche überhaupt nicht nach Dr Pepper und damit vollkommen eklig schmeckt. In einer zukünftigen Mission wird aber auch diese Variante beteiligt sein.

Letzte Party

Dienstag, 5. Dezember 2006

Auch wenn ich es immer noch nicht so ganz fassen kann, ist das Semester ja schon fast zu Ende. Morgen ist der letzte reguläre Vorlesungstag, Donnerstag ist frei und Freitag beginnen dann die Abschlußklausuren. Weil die meisten amerikanischen Studenten dafür wirklich zu lernen scheinen, hatten wir am Wochenende unsere vorläufig letzte Hausparty (aber vielleicht machen wir dieses Wochenende noch eine eigene…). Zum Ausgleich haben wir aber auch um so ausgiebiger gefeiert, diesmal bin sogar ich bis immerhin 5 Uhr geblieben. 🙂

Das war’s eigentlich auch schon wieder, nein, halt, ich hatte ja zum zweiten mal dieses Jahr Geburtstag! *g* Jetzt bin ich auch in Amerika offiziell 21! 🙂

Wie versprochen gibt’s jetzt endlich eine bessere Version vom Dr. Pepper Dance: