Archiv für November 2006

Nashville

Donnerstag, 30. November 2006

Mit einiger Verspätung kommt nun auch mein Bericht von Nashville, wo ich wie angekündigt mit den anderen deutschen Austauschstudenten war. Da es nur etwas über 3 Stunden reine Fahrzeit sind pro Richtung, hat es sich durchaus gelohnt, daß wir dort waren, auch wenn es ja nur zwei Tage waren.
Die Stadt wirkt irgendwie gemütlicher, viel übersichtlicher und sauberer als Memphis, obwohl sie gar nicht so viel kleiner ist. Als Hauptstadt der Countrymusik (natürlich waren wir auch in ein paar Countrybars; kostenlose Live-Auftritte gibt’s natürlich schon nachmittags) darf natürlich eine „Zweigstelle“ des Sun Studios nicht fehlen; dort kann man sogar seine eigene Platte aufnehmen lassen (wir konnten aber nicht rausfinden, ob es eine richtige Schallplatte oder bloß ne CD gewesen wäre). Fast hätten wir das sogar getan, aber es mangelte noch an einem Lied. Mehr kann ich aber momentan noch nicht sagen… Ihr dürft jedenfalls mal wieder gespannt sein, aber bitte nicht zu sehr, damit ihr nicht enttäuscht seid, falls es doch nicht mehr klappt. 😉
Eine Seitenstraße bei Tag

Da ja Thanksgiving vorbei ist, hat man natürlich in Amerika mittlerweile überall kitschige Weihnachtsbeleuchtungen installiert:

Daß man auch Spaß haben kann und verrückte Dinge machen kann, ohne betrunken zu sein, haben wir mal wieder eindrucksvoll bewiesen. Na gut, Dr. M. und ich haben ein bißchen Dr. Pepper getrunken, aber längst nicht genug, um davon betrunken zu werden.

Am Sonntag haben wir abschließend mal wieder unsere Kreditkarten schmelzen lassen; ich hab mir hauptsächlich neue Sportklamotten gekauft, die ich heute auch endlich einweihen konnte.
Montag und gestern waren mal wieder sehr belastend, weil ich enorm viele Dinge zu erledigen hatte. Ein „Problem Set“ über ein paar Ergebnisse von Gauß höchstpersönlich, wo ich mich etwas mehr berufen fühlte als sonst, und auch interessierter an den Beweisen bzw. Lösungen war als sonst; außerdem haben wir so was ähnliches teilweise in Algebra gemacht, und ich wollte natürlich mal testen, wie gut ich mich noch erinnern konnte. Muß zu meiner Schande gestehen, daß ich teilweise sehr stark auf die Hilfe des Internets angewiesen war. Bei Interesse findet ihr hier eine frühere Version von HoM9.pdf.
Gestern war ja meine Präsentation, die aber nicht so sonderlich gut war. Während es im normalen Alltag eigentlich keine so großen Probleme mit der Verständigung gibt und ich auch meistens irgendwie umschreiben kann, was ich meine, war der Vortrag doch eine ganz schöne Herausforderung. Ich finde es ja auf Deutsch schon schwer genug, gleichzeitig zu schreiben, zu reden, mitzudenken und sogar schon vorauszudenken, was als nächstes kommt. Da hier mein Thema eher seicht war, habe ich nicht damit gerechnet, in Sprachprobleme zu geraten. So hatte ich schon nach ca. 8 Minuten keine Lust mehr und habe aufgegeben. Note weiß ich noch keine, aber zu meiner Verteidigung kann ich schon mal sagen, daß ich meine Leistung höher einschätze als die von manchen meiner Kommilitonen, die teilweise als Thesenpapier bloß etwas aus dem Internet ausgedruckt haben und selbiges dann vorgelesen haben. Ich habe sogar die Sätze, die ich vorgestellt habe, selber bewiesen. Dafür waren sie aber deutlich besser angezogen als ich (immerhin hatte ich mir zumindest noch ein Hemd zugelegt und angezogen). Überhaupt war das ziemlich albern, sie haben sich sogar mit Namen vorgestellt (Fußnote: ok, das hab ich in meinem Proseminar damals auch gemacht *g*). War jedenfalls mal wieder ne interessante Erfahrung.
Heute morgen war eine Topologie-Klausur, vor der ich mich erst etwas gefürchtet habe, weil ich da in letzter Zeit nicht so gut aufgepaßt habe und die ganzen verwirrenden Begriffe durcheinanderwerfe. Dafür, daß ich mal wieder keine Lust (aber auch keine Zeit!) zum Lernen hatte, lief es aber mal wieder recht gut; es wurden nur Beweise gefragt, die wir alle schon in der Vorlesung hatten und die auch nicht so schwer sind (stetiges Bild zusammenhängender Mengen ist zusammenhängend, stetige Funktionen sind auf kompakten Mengen gleichmäßig stetig, geschlossene Teilmengen kompakter Mengen sind kompakt, sowie ein weiterer Beweis). Da war meine PDE-Klausur mal wieder viel schlimmer. Zwar war es wieder eine zum mit-nach-Hause-nehmen, aber dafür umso umfangreicher. Hab mal wieder nicht viel mehr als die Hälfte.
Zu meiner Enttäuschung ist heute HoM ausgefallen, wir waren zunächst aber auch nur zwei Zuhörer (später drei). Der Dozent wirkte etwas sauer, weshalb wir am Freitag einen Test schreiben. Also ich hätte heute lieber Vorlesung gemacht als am Freitag Test. 😉

Mit einiger Verspätung gibt’s hier noch zwei Videos, wo Dr. M. und Dr. P. auf nächtlicher Mission sind, um den Dr. Pepper-Automaten leer zu machen:

So, jetzt seid ihr wieder auf dem neusten Stand. Nein, nicht ganz: Hab jetzt meinen Rückflug gebucht. Da ich wohl leider etwas spät dran war, komme ich blöderweise erst nächstes Jahr. Eigentlich wollte ich ja ganz überraschend auf der Weihnachtsfeier auftauchen, aber daraus wird dieses Jahr nix. 🙁 Zu der Zeit werde ich mich stattdessen in die Sonne setzen. 🙂 Urlaub ist schon gebucht… 😛

Music is in the air

Samstag, 25. November 2006

Der heutige Tag stand ganz im Zeichen der Musik! Naja, zu erst mal im Zeichen von früh aufstehen trotz Ferien! *g* Gestern war ja Thanksgiving, das zweitgrößte Fest gleich nach Weihnachten (in der Tat wünscht man sich da sogar „Happy Thanksgiving“, und alle Geschäfte sind zu, sogar McDonald’s, Taco Bell etc., na gut, Starbucks hatte auf, was mir aber nichts genutzt hat, da ich keinen Kaffee mag und davon ja eh nicht satt geworden wäre, und CK hatte auch auf, das ist aber ein ziemlich runtergekommener Laden, wo man lieber nur ißt, wenn man betrunken ist), was natürlich mal wieder Kurzferien bedeutet. Hatte aber genug zu tun mit Hausaufgaben und der Vorbereitung meiner Präsentation, bin leider mal wieder längst nicht so weit gekommen, wie ich das gerne gehabt hätte…
Das erste musikalische Ereignis war gleich nach dem Aufwachen. Hatte nämlich Post von Thomas, einem der besten Musiker, denen ich je begegnen durfte, der auf seine Homepage (siehe Link) zwei Eigenkompositionen zum Anhören gestellt hat.

Zu sechst sind wir dann in einem Auto erst mal nach Downtown gefahren.
links: Dr. M. und Dr. P., Mitte: kitschige Weihnachtsdekoration, rechts: amerikanische Kultur

Weiter ging’s dann, nachdem wir noch mehr amerikanischer Kultur erleben durften, bestehend aus, haltet Euch fest, „weltberühmten“ (hier ist alles „weltberühmt“) Enten (siehe noch folgende Blogeinträge bei meinen Freunden), mit dem Rock’n’Soul-Museum. Leider durfte man dort keine Fotos machen, Dr. M. hat aber trotzdem ein ganz tolles gemacht, nämlich von einer antiken Dr. Pepper-Flasche! Hab ich aber leider grad noch nicht zur Verfügung.
Danach sind wir noch zum „Geburtsort des Rock’n’Roll“, dem legendären Sun Studio, wo Größen wie Elvis höchstpersönlich, Johnny Cash, U2 und weitere produziert wurden, gelaufen. Die Tour dort haben wir aber nicht mitgemacht, war uns zu teuer und hätte zu lange gedauert.
Nachdem wir dann in einem ganz akzeptablen Restaurant waren (endlich mal wieder richtiges Fleisch!), was sich in einer merkwürdigen Seitenstraße befand (O-Ton Dr. M.: „Ich wußte gar nicht, daß es so viele scheußlich riechende Geruchsrichtungen gibt wie hier in Memphis“), wo ich für 1,50$ so viel Dr. Pepper trinken konnte, wie ich wollte (die folgenden Bilder sind daher etwas verwackelt *g* – nee, das lag aber daran, daß man nicht mit Blitz photographieren durfte), war Graceland angesagt. Ich wollte eigentlich gar nicht primär aus Interesse hin, sondern damit ich endlich, wenn ich mal wieder gefragt werde, ob ich schon dort war, endlich mit „ja“ antworten kann. Wie gesagt qualitativ nicht der letzte Schrei, könnt ihr hier selbst einen Eindruck gewinnen:

Morgen geht es nach Nashville, die Hauptstadt von Tennessee. Eigentlich wollten wir das ganze verlängerte Wochenende dazu nutzen, um außerdem noch in die Smoky Mountains zu fahren, was aber wegen Thanksgiving (da hat die Jugendherberge nämlich geschlossen) doch nicht geklappt hat.

Generalprobe

Montag, 20. November 2006

Gestern war mal wieder ne Party, und das hieß natürlich insbesondere: Endlich wieder Pregame!!! Die Party an sich war zwar eher langweilig, das Pregame aber dafür um so besser! Zur Erinnerung: Das ist der Teil, wo man lustige Trinkspiele spielt, damit man, wenn man auf der Party ankommt, schon gut gelaunt ist.

Weil’s mal wieder schon spät ist, nur noch ganz kurz von der Uni: Hausarbeit ist fertig, ungefähr 5 ½ Seiten Text, trotz vieler Bilder und Absätze. Wen es interessiert:
Paper HoM Bernoulli.pdf (249 kB)
Weil ich glaube, daß das sowieso keiner so richtig liest, ich eh nicht so viel hingekriegt habe und auch zu faul bin und es schon spät ist (macht aber nix, da ich zum einen heute, nachdem ich im Fitnessstudio war (und das am Sonntag!! Ich bin stolz auf mich), ein Nachmittagsschläfchen gemacht habe und nächste Woche ja eh nicht so wild wird, da dank Thanksgiving nur an 3 Tagen Uni ist), lade ich die sonstigen Hausaufgaben, die sich in letzter Zeit angesammelt haben, jetzt nicht mehr hoch. Wenn mal wieder ne interessante Aufgabe kommen sollte, werde ich die aber natürlich schon hier einstellen.
Zum Schluß könnt ihr schon mal sehen, wie ich neulich bei einer unserer Hausaufgaben-Lern-Sessions (die aber meistens für mich sehr ineffektiv sind, weil der einzige, der irgendwas hat, bin ich, und die Sachen, die mir fehlen, können die anderen auch nicht; aber immerhin spreche ich dort halt ziemlich viel Englisch) schon mal für meine Präsentation geübt habe. Vorbereitet habe ich aber noch nix, die Definition war das einzige, was ich noch auswendig wußte.

PS: Nächstes mal ziehe ich Kontaktlinsen an, wenn ich zum Friseur gehe! 🙂 Nee, aber paßt schon.

Operation P. – Episode I: Der Magnet

Samstag, 18. November 2006


Das ist keine Fotomontage!! Na gut, daß wir beide auf dem Bild sind, und wir noch besser aussehen als in echt, ist zwar schon Michaels PC-Kenntnissen zu verdanken, aber die Brille ist echt!!

Um ihre Dr. Pepper-Sucht zu befriedigen, begaben sich Dr. M. und Dr. P. auf den Weg um das Objekt der Begierde zu kaufen.
So starteten sie die gefährliche Mission: Die Operation PEPPER.
Bei einem nicht allzu weit entlegenen Sodaautomaten wurden sie dann fündig. DR PEPPER in seiner reinsten Form!

Nachdem der Automat mit endlosem Kleingeld gefüttert wurde, konnten sie unter Einsatz ihres Lebens 10 Dosen hart erkämpfen.
Um den Triumph gebührend zu feiern, machten sie sich noch auf dem Weg gleich über die ersten Dosen her.

Im Wahn des DR PEPPER Rausches kam Dr. P. auf die bahnbrechende Idee, den überaus gräßlichen Kühlschrankmagneten würdevoll zu ersetzen.

Lest nun was geschah:

Schritt 1:

Man nehme:
– ein scharfes Messer
– Muttis Küchenschere
– Billigtesa
– einen häßlichen Kühlschrankmagneten
– 1 Dose DR PEPPER, sowie weitere 4 Dosen, um diese schwierige Operation zu meistern.

Schritt 2:

Man entferne den häßlichen Aufkleber vom Magneten.

Schritt 3:

Ein exakt plazierter Schnitt teilt den Magneten.

Schritt 4:

Nun kommt der beste Teil; die DR PEPPER Dose muß leer sein!!

Schritt 5:

Wie immer gibt es natürlich auch einen schmerzhaften Teil: Die Dose wird mit viel Schwung angestochen.

Schritt 6:

Man nehme nun die Schere und schneide die Dose entlang des Logos aus.

Schritt 7:

Mit selbst gebautem doppelseitigen Klebeband wird nun das Logo auf dem Magneten fixiert.

Schritt 8:

Voilà, der beste Kühlschrankmagnet der Welt ist fertig!

DON’T TRY THIS AT HOME!

Es ist für einen großen Dosenvorrat zu sorgen, bis es wieder heißt: Operation PEPPER.
Dr. M. und Dr. P. planen natürlich noch einige weitere Missionen. Doch nun gilt es erst mal den Rausch auszuschlafen.

Obwohl es sich sicher lohnen würde, sind es leider über neun Stunden Fahrt bis zum Dr. Pepper Museum in Texas. Das ist uns doch etwas zu viel.

Recycling

Montag, 13. November 2006

Seit letzter Woche hat sich mal wieder einiges ereignet.
Donnerstag waren wir bei Aldi (juchu, da haben wir Spekulatius gekauft! Weihnachtsstimmung kam aber noch nicht so recht auf, denn es war noch mal richtig warm, um die 25°C; jetzt ist es aber wieder deutlich kälter) und Toys’R’Us (wollte dort der Sängerin von meiner Band was besorgen, war aber leider nur teilweise erfolgreich).
Freitag waren wir mit dem Deutschclub im „Lasertron“. Das ist ein Spiel so ähnlich wie Paintball, wobei man sich nicht mit Farbe beschießt, sondern mit Laserpistolen. Während das in Deutschland bestimmt wegen potentieller Gewaltverherrlichung verboten ist, spielen das hier sogar die ganz kleinen Kiddies. Wer sich darunter immer noch nichts vorstellen kann: Man bekommt eine Art Umhang, auf dem sich Sensoren befinden sowie eben eine Laserpistole, mit der man auf die Sensoren der Spieler des anderen Teams schießen muß. Das ganze dauert jeweils knapp 8 Minuten, und nach 4 Spielen ist man total erschöpft. Nach einer Pause haben wir nochmal 4 Spiele gespielt, und hatten dann echt genug.
Und gestern schließlich hab ich mich mal mit nem amerikanischen Kommilitonen verabredet. Wir waren erst bowlen, was ich vorher noch nie gemacht habe, aber auch ziemlich viel Spaß macht; ich war aber ziemlich schlecht, wobei ich durchaus einige Strikes bzw. Spares hatte, dafür dann aber auch mehrmals hintereinander gar nix. Danach waren wir noch bei besagtem Kommilitonen zu Hause, das war auch mal ein sehr interessantes Erlebnis; jetzt habe ich endlich mal eine typische amerikanische Familie kennengelernt, sehr typisch in der Tat, genauso wie im Film (wobei auch das Bowling genauso war, wie ich mir das anhand von Filmen vorgestellt habe): Die Haustür führt direkt ins Wohnzimmer (ich weiß nicht, ob es noch eine andere Haustür gibt, habe jedenfalls keine gesehen), wobei das „Wohnzimmer“ und die restlichen Räume fließend ineinander übergehen. Im Regal stehen natürlich einige christliche Bücher und kitschige Figuren, und der Vater hat sich gleich als „Hi, I’m Gary“ vorgestellt. Natürlich haben sie darauf bestanden, daß ich zum Essen bleibe, und natürlich gab es Fast food (Hamburger). 🙂

Es wird auch mal wieder Zeit für einen kurzen Bericht, was so in der Uni abgeht: In HoM sind wir mittlerweile bei Euler angelangt, und wie ich einigen schon geschrieben habe, haben wir zu meiner Freude auch bewiesen, daß


Ansonsten gibt’s eher nicht viel interessantes zu berichten, die HoM-Hausaufgaben haben es mal wieder in sich (beim letzten Blatt hab ich nur 8/21 Punkte bekommen, bin aber grad zu faul, das hochzuladen), außerdem ist am Freitag das zweite Paper fällig, wobei ich, obwohl ich es mir fest vorgenommen hatte, nicht mal angefangen, geschweige denn ein Thema gefunden habe (dafür habe ich aber schon ca. 1/3 des aktuellen Blattes gelöst). In der letzten Philosophieklausur habe ich erwartungsgemäß versagt, es ging um Aristoteles, ich habe sie zwar noch nicht wieder, aber diesmal nur eine Seite geschrieben und nur die Hälfte der Fragen beantwortet. Nun, ich habe zwar schon einige positive Überraschungen erlebt, aber da wird wohl nix bei rauskommen. Auch egal. In Zahlentheorie werde ich mich wohl beschweren, denn ich habe nur 24 von 25 Punkten auf meine Hausaufgaben bekommen, obwohl ich mir am meisten Mühe gegeben habe und alle möglichen Deppen, die nur bei mir abgeschrieben haben, mehr bekommen haben. Und die Klausur wird wohl auch ungerecht bewertet, was daran liegt, daß ich eine Definition nicht wußte, bzw. die aus der Vorlesung verwendet habe, die aber falsch war. Mein Ziel, mehr Punkte zu bekommen, als erreichbar sind, rückt damit in nahezu unerreichbare Ferne, zumal es noch eine große Hürde, nämlich eine Präsentation (auf englisch logischerweise), zu überwinden gilt. Ich werde über befreundete Zahlen sprechen, wobei ich da noch nicht so viel Ahnung habe bis jetzt. Hab mir aber das Thema ausgesucht, weil wir da neulich schon mal was für HoM beweisen sollten, und hab mir gedacht, daß ich das dann schon mal recyclen kann, auch wenn letzteres in den USA ja eher unpopulär ist.

Philmriß

Sonntag, 5. November 2006

Den diesmonatigen Preis für das tollste Wortspiel im Blogtitel gewinne hoffentlich ich! 🙂 Muß aber zugeben, daß es nur geklaut ist, hab ich neulich im StudiVZ gefunden. Tja, jetzt habe ich endlich Gelegenheit, es auch zu verwenden!
Die gute Nachricht für die besorgen Verwandten zuerst: Ich trinke nie wieder Alkohol!!!!!!
Na gut, bleiben wir mal realistisch… Nie wieder diese Woche. 🙂

Nachdem ich am Dienstag schon zu Hause geblieben bin, als die anderen Halloween gefeiert haben, zum einen, weil ich eh kein Kostüm hatte, zum anderen aber auch, weil ich eigentlich lieber Hausaufgaben machen wollte (daraus ist aber nichts geworden, die Koreaner haben bis 3 Uhr Party mit mir gemacht) und Mittwoch der Geburtstag einer französischen Austauschstudentin auch eher ruhig verlief, war Donnerstag mal wieder etwas Party angesagt. Zunächst war ich mit Michael im Fitnessstudio (woraufhin er mir noch gesagt hat, ich könnte dann guten Gewissens schlafen, weil ich ja mal wieder etwas Sport gemacht habe – anstatt Hausaufgaben zu machen). Die Premium-Biere („The Champagne of Beers“ – für amerikanische Verhältnisse durchaus trinkbar) danach haben wir uns somit redlich verdient. Irgendwann später waren wir dann auf der besagten Party, die wieder mal auf dem Uni-Gelände stattfand. Weil auch irgendso ne Uni-Tante anwesend war, gab es offiziell keinen Alkohol. Weil ich aber Durst hatte, hab ich mich halt an Michael gewandt, der immer wieder mit neuen Mischungen aufgetaucht ist. Weil ich ihn nicht ständig anhauen will, weil sein Zeug auch nach nix geschmeckt hat (jedenfalls nicht nach Alkohol), und auch einfach so aus Spaß hab ich seine Becher immer auf Ex getrunken. Die Kombination aus viel zu wenig Schlaf, Flüssigkeits- und Nahrungsmangel nach Fitnessstudio (für Abendessen blieb ja keine Zeit) und zu vielen „one shots“ hat mich dann ziemlich besoffen gemacht. Ich war echt so was von sternhageldicht! Ich dachte eigentlich, als ich dann irgendwann in meinem Bett lag, daß ich mich ja noch ziemlich gut unter Kontrolle hatte, und eigentlich gar keinen Filmriß hatte, es hat sich aber herausgestellt, daß ich mindestens die Hälfte von dem, was ich gesagt hatte, entweder gar nicht mehr gewußt habe oder aber ganz anders in Erinnerung hatte. Zu meiner Schande ist alles auf Video festgehalten worden, ich weiß aber noch nicht so recht, ob ich schon bereit bin, mir das anzusehen. *g* Abgesehen von einigen wüsten Beschimpfungen, für die ich mich hiermit nochmal in aller Form entschuldige, wurde mir aber gesagt, daß ich den anderen viel Spaß bereitet hätte. 🙂 Das meiste gehört definitiv nicht hier her, aber über eine Glanzleistung bin ich doch ganz stolz… Ich sollte einer Kommilitonin erzählen, was so in New Orleans abgegangen ist. Im Grunde ist da ja nichts schlimmes passiert, ich wollte aber scheinbar trotzdem nicht, daß das alle hören, und habe dann irgendwann vorgeschlagen, das Gespräch (was denn sonst?) in meinem Zimmer fortzusetzen. Das wollte sie aber nicht, woraufhin der Mathematiker in mir kalkuliert hat und zu dem Schluß gekommen ist, daß wir halt in ihr Zimmer gehen. *g* (Falls es nicht aus dem Zusammenhang hervorgeht, der Vollständigkeit halber: Wir waren natürlich nicht in ihrem Zimmer.)
Es muß wirklich ziemlich schlimm gewesen sein mit mir, die anderen haben mich nicht mal alleine nach Hause gehen lassen (obwohl ich nur ein Stockwerk tiefer wohne). Glücklicherweise ist HoM sowieso ausgefallen, auf Topologie mußte ich wohl oder übel wieder mal verzichten. 🙂
Ich bin jedenfalls froh, daß ich heute alles, was ich im Bad zu erledigen habe, im Stehen erledigen kann!

Ein PS gibt’s auch noch: Wir waren im Fernsehen! In Las Vegas waren ja fünf Fernsehleute in dem gleichen Hostel wie wir, wodurch wir scheinbar immer mal wieder im Hintergrund zu sehen waren. Ich hab es leider nicht gesehen; im Internet gibt’s aber ein paar Ausschnitte, wo ich unseren Mitbewohner wiedererkannt habe.

Da fällt mir noch was ein! Während am Montag und Dienstag noch richtiges T-Shirt-Wetter war, ist hier zwischendurch auch der Winter eingekehrt, aber nicht so heftig wie in Deutschland, und offenbar nur kurz, denn heute war es wieder super, und für die nächsten Tage sind sogar noch höhere Temperaturen angekündigt.

Zwei Details

Donnerstag, 2. November 2006

Am Montag habe ich zwei Eindrücke vergessen zu erzählen. Zum einen daß es nicht nur toll ist, daß man für 17$ volltanken kann, sondern dazu nicht mal weit laufen muß – nur zur Zapfsäule nämlich, wo man wie üblich mit Kreditkarte bezahlen kann.
Und zum anderen unseren Wal-Mart-Trip! Als wir nämlich Sonntag Abend wieder heil angekommen sind, haben wir nur kurz ausgeladen und sind dann ab Einkaufen. Keiner wußte den genauen Weg, und dummerweise hatten wir auch keinerlei Karten mitgenommen. Schon an der ersten großen Kreuzung waren wir uns nicht so ganz einig, jeder wollte in eine andere Richtung, von der er sich zu erinnern glaubte, dort schon mal zum Wal-Mart gefahren zu sein. (Gestern lief übrigens mal wieder eine sehr lustige Simpsons-Folge, in der der „Sprawl-Mart“ durch den Kakao gezogen wurde, sehr treffend und sehr lustig!) Schließlich haben wir uns dann sogar für die entgegengesetzte Richtung entschieden, und es erst gemerkt, als wir schon wieder an der Uni vorbei waren. Unser Benzin ist auch knapp geworden, die Japaner haben schon Wetten abgeschlossen, wie viele Sekunden es noch reicht (scheinbar gibt es dort keine Reservelämpchen, oder die leuchten erst viel später).
Als wir dann durch einen großen Zufall doch noch irgendeinen Wal-Mart gefunden hatten (Schilderungen in anderen Blogs geben nicht unbedingt die ganze Wahrheit wieder *g*), hieß es erst mal Einkaufen!!! Obwohl ich dachte, daß ich gar nicht so lang brauche, mußten dann doch noch alle auf mich warten… Dafür hab ich aber mal wieder typisch amerikanische Produkte ergattert, so z.B. Mikrowellen-Popcorn (hat ne ganze Weile gedauert, bis ich süßes gefunden habe, die Amis mögen es ja lieber mit Salz) und so ein merkwürdiges rotes Zeug in einer Ketchup-Flasche mit Erdbeergeschmack. Es soll so eine Art Marmelade sein, und schmeckt auch gar nicht schlecht, und vor allem braucht man kein Messer mehr, wenn man sich ein Brot damit zubereiten will (denn das Brot ist natürlich schon geschnitten; ich habe nur 2 Messer, die fast immer in der Spülmaschine sind (die Koreaner spülen jetzt neuerdings aus mir sehr unerfindlichen Gründen immer mit der Hand)). Auch wenn es im ersten Moment etwas zu amerikanisch wirkt, denkt man sich nach einer Weile: Das ist eigentlich gar nicht so dumm, warum gibt’s bei uns nicht auch so was?
Der Wal-Mart war aber etwas anders als die anderen… Z.B. gab’s da auch eine Waffenabteilung (wobei ich von meinen Kommilitonen aus der „study group“, die sehr ineffektiv war, weil ich der einzige war, der überhaupt irgendwas gemacht hatte, mittlerweile erfahren habe, daß es die in jedem Wal-Mart gibt), naja, und die Leute sahen auch irgendwie anders aus…… Ganz zu schweigen von der Gegend, wo wir auf unserem Rückweg gelandet sind. In Memphis gibt es übrigens auch eine Freiheitsstatue, aber mit goldener Krone und Fackel, und da steht irgendwas wie „God protect America“ drauf.