Archiv für Oktober 2006

They’re Red Hot

Dienstag, 31. Oktober 2006

Da sind wir wieder! Wollte mich zwischendurch eigentlich zumindest mit ein paar ersten Exklusiv-Bildern melden, aber im entscheidenden Moment hat’s immer die Sicherung rausgehauen (daß wir die selbst wieder reinmachen hätten können haben wir natürlich erst bei der Abfahrt erfahren).
Aber der Reihe nach. Vom Freitag habe ich ja schon berichtet, schon während der 6 ½ Stunden reiner Fahrtzeit hatten wir ziemlich viel Spaß. Hab das Video jetzt doch mal eingestellt. Ging die ganze Zeit ungefähr so, und das Video bringt natürlich die Atmosphäre nicht annährend rüber. Die Rückfahrt war noch lustiger, aber da war leider mein Kameraakku leer (war etwas dumm, daß ich das Ladegerät nicht dabei hatte).

Samstag haben wir dann optimal ausgenutzt. Obwohl wir ja Freitag Abend gut gegessen hatten (Benedikt und ich haben uns jeweils ein Steak gegönnt und eine Flasche kalifornischen Cabernet Sauvignon geteilt), mußten wir erst mal was zum Frühstücken finden, wir waren ja in einem ziemlich günstigen Hostel, wo es kein Frühstück gab. Nach erneutem Erkunden der Bourbon Street haben wir dann mit Beignets ein wie sich herausgestellt hat für New Orleans typisches Frühstück gefunden; das sind donutähnliche fritierte Teigstücke, die ziemlich fettig sind und dadurch schnell satt machen.
Nach dem üblichen Anschauen der Souvenir-Geschäfte, dem französischen Viertel selbst und zum Schluß ganz kurz einem interaktiven Kunstmuseum (wo man das Licht dimmen konnte und dadurch das Bild ganz anders wirkte) haben wir uns dann gemütlich in Richtung City Park begeben:

Yasu fliegt (im Hintergrund unser Hostel, unser Zimmer war aber im etwas heruntergekommeneren Nachbarhaus); mein Beitrag zu Halloween (ist ja nicht so mein Ding); auf dem Weg zum VooDoo Festival

Nach dem anstrengenden Weg hieß es natürlich erst mal Anstoßen! Beim Warten auf die Getränke konnten wir schon unsere erste Band sehen, die waren ganz okay, aber sogar Michael und ich haben die Fehler in ihrem Spanisch erkannt.

Da die anderen erst mal aufs Klo mußten, wir aber nicht so lange warten wollten, sind Michael und ich losgezogen, um Getränkenachschub zu holen. Na gut, die Schlange am Bierstand war zwar nicht gerade die kürzeste, aber trotzdem war es ziemlich stur von den Mädels, daß sie nicht auf uns warten wollten. Tja, so mußten wir wohl oder übel unsere 2 Bier und 7 SoCo Shots nur mit Benedikt zusammen trinken. Da wir keine Lust hatten, die Mädels zu suchen (was wohl auch ziemlich erfolglos gewesen wäre), haben wir uns dann zu dritt auf die Suche nach einem möglichst weit vorn gelegenen guten Platz gemacht. Nach unserem Weg auf dem Rückweg zufolge waren wir ungefähr am hinteren Rand von der Mitte (ok, keine sehr genaue Beschreibung…), wo wir uns dann nach Social Distortion (wir sind ziemlich spät angekommen, die haben nur noch so zwei, drei Lieder gespielt) auf Deutsch unterhalten haben. Da kam eine Gruppe begeisterter Amerikaner aus New Orleans, denen wir alle möglichen und unmöglichen deutschen Worte nennen sollten und die ganz begeistert von uns waren (noch begeisterter als wir es selbst von uns waren *g*).

Unsere „Gruppe“:

Dadurch hat’s dann auch gar nicht mehr so lange gedauert, bis die Chili Peppers gespielt haben. Endlich mal wieder was zum Abgehen!!!!!!!
Die Fotos sind leider mal wieder nicht so gut geworden, ich finde es enorm schwierig, bei Dunkelheit gute Bilder hinzubekommen, weil mit Blitz sieht man hauptsächlich die Köpfe der Leute vor einem, und ohne verwackelt es zu schnell bzw. die Bühne ist nur ein heller Fleck.
Der Vollständigkeit halber hier aber trotzdem die besten Aufnahmen:


Michael und ich — Rock on!!!

Da die Darbietung ziemlich genau zwei Stunden gedauert hat und nach einer kurzen Pause noch ein paar Zugaben kamen, hat sich der Eintritt für uns auf jeden Fall mehr als gelohnt, auch wenn wir von den anderen Bands ja fast gar nichts mitbekommen haben (was ich aber nicht so schlimm finde, da wir dafür ja was von New Orleans gesehen haben). Als wir uns am vereinbarten Treffpunkt getroffen haben, gab’s aber noch eine unangenehme Überraschung – Lucie aus Frankreich, die auch mit dabei war und das alles organisiert hat, inkl. Auto mieten usw., wurde beim Stage diving unglücklich von einem bekifften Trottel am Hals verletzt und ist dabei umgekippt. Weil wir zunächst nicht so genau wußten, was jetzt mit ihr ist, war die Stimmung etwas gedrückt, und wir waren ja auch alle ziemlich müde (Benedikt hatte nämlich hörbar gut geschlafen *g*) und hungrig (nach dem wenn auch sehr üppigen Frühstück hatten wir keine Gelegenheit mehr gefunden, etwas zu essen).

Als wir dann in Erfahrung bringen konnten, daß Lucie aller Wahrscheinlichkeit nach in ein Krankenhaus gebracht wurde (zusammen mit der anderen Französin Nathalie), wußten wir wenigstens, daß sie ansprechbar ist und selbständig gelaufen ist; außerdem hat uns die Aussage etwas beruhigt, daß in Louisiana jeder sofort eine Bandage bekommt und geröntgt wird, selbst wenn er nur von der Toilette fällt. Zum Glück hatte sich dann aber herausgestellt, daß die Mädels um drei Uhr wieder im Hostel waren und außer Schmerzen wohl nichts weiter war. Trotzdem mußte Benedikt auf dem Rückweg natürlich alleine fahren, und weil die Mädels Streß gemacht haben, hat’s auch etwas länger gedauert. Michael ist eine Mischung aus wahnsinnig geworden und eingeschlafen, weil es auch wirklich eine extrem langweilige Fahrt war. Aber gut wie wir drauf waren haben wir trotzdem ein paar verrückte Sachen gemacht – wir sind nämlich ganz langam gefahren (wenn schon langsam, dann wenigstens richtig!). Zitat Michael: „It makes so much fun to be overtaken by trucks“, „It is much safer to drive slow“, „The landscape is so beautiful“; und – mein persönlicher Favorit (wir sind in Amerika!!!): „We can save gas“. Das war wirklich lustig, durch die neun Personen geteilt sind wir auf nur ca. 80$ für Auto, Benzin und Unterkunft gekommen fürs ganze Wochenende.

Ich verabschiede mich natürlich nicht ohne einen kurzen Kommentar zu Katrina: Ich hätte es mir ehrlich gesagt schlimmer vorgestellt, zumal unser Hostel laut Internetkommentaren in einer Gegend sein soll, wo das meiste noch nicht wiederaufgebaut ist. Klar gibt’s noch ne ganze Menge ziemlich zerstörter Gebäude, aber es ist schon enorm viel wieder in einem halbwegs ordentlichen Zustand.

Deep down in Louisiana…

Samstag, 28. Oktober 2006

close to New Orleans…. Nein, IN New Orleans!!!!! Yeah, wir sind da!!!! Nach gut 6 Stunden Fahrt haben wir auch recht schnell unsere Jugendherberge gefunden. Eine ziemliche Absteige, ich hoffe mal, daß mir mein Laptop nicht gestohlen wird (mußte ich mitnehmen, um einerseits Euch direkt hier berichten zu können, aber andererseits auch als Ladegerät für meinen MP3-Player 🙂 )… Wir hatten jedenfalls schon auf der Fahrt ziemlich viel Spaß; einen kleinen Ausschnitt haben wir auch auf Video dokumentiert, das ich aber mangels zu großer Dateigröße wenn überhaupt erst später hier einstellen werde. Am coolsten war, als wir uns bei ca. 80 Meilen pro Stunde (immerhin 130 km/h) gegenseitig mit offenen Fenstern photographiert haben, also im jeweils anderen Auto (ich hoffe, ihr versteht, was ich sagen will, hab ne halbe Flasche Wein getrunken (wo denkt ihr hin – als wir da waren natürlich!), daher kann ich das grad nicht genauer ausdrücken).
Und für die anderen Las Vegas-Fahrer: JA, ich habe natürlich mal wieder Panik gemacht, vor allem, weil ich im Dunkeln fahren hinter Benedikt in New Orleans hinterher fahren mußte. Eines meiner Manöver war durchaus etwas riskant, aber das mußte leider sein, denn ich wollte nicht, daß wir das andere Auto verlieren und dann irgendwo in New Orleans umherirren, und weder wissen, wo wir sind, noch wo wir hin müssen.
OK, das muß reichen, ist schon spät und gleich kommen die anderen (ist jetzt zu kompliziert zu erklären), die wahrscheinlich sehr bald schlafen wollen. Wir sind alle ziemlich müde. Der nächste Bericht kommt wahrscheinlich erst wieder aus Memphis, da wir ja morgen volles Programm haben und Sonntag ja leider schon wieder die Rückfahrt ansteht.
Allerdings verabschiede ich mich natürlich nicht ohne wenigstens ein paar Bilder hierzulassen:

Ein Teil unserer Reisegruppe (diesmal sind wir zu neunt):

Das ist so geil, hier kann man mit Super Benzin volltanken für 16$!!!!!

Bei so ner langen Fahrt werden manche natürlich müde *g*

Jaaaaaaa!!!

Alien Bonus

Donnerstag, 26. Oktober 2006

Ein bißchen schäbig fühle ich mich schon… Hab nämlich am Montag mal wieder eine Klausur geschrieben, in HoM diesmal. Da der Prof am Freitag gesagt hat, daß er fünf oder sechs Themen zur Auswahl stellt, aus denen man eins auswählen und einen Essay schreiben soll, und als Beispiel ein Thema genannt hat, was genau die Überschrift eines Kapitels aus dem Buch war, habe ich mir gedacht, macht er sich auch nicht mehr Mühe als nötig und nimmt einfach die Kapitelüberschriften. Waren ja auch gerade so ungefähr fünf Kapitel. Also hab ich mir das einfachste und kürzeste Kapitel rausgesucht, in dem nicht so viel Schrott vorkommt (denn er hatte angekündigt, daß man, wenn man wichtige Mathematiker nicht erwähnt, Punktabzug bekommt), „Greek mathematics before Euclid“. Im wesentlichen besteht das nur aus Thales, zu dem man aber eine ganze Menge hätte schreiben können, und Pythagoras, zu dem und dessen Bruderschaft auch viel zu sagen gewesen wäre. Tja, na toll, aber was war? Folgende Themen standen zur Auswahl: „Greek mathematics after Euclid“, „General solution of cubic and quartic equations in 16th century“, „17th century developments in projective and analytic geometry“ und „Calculation of area and volume from Eudoxus to Fermat“. Na toll. Das zweite und dritte Thema wären ja eigentlich vielleicht ganz interessant gewesen, aber das haben wir erst vor kurzem gemacht, und da war ich nicht immer so ganz dabei, auch wegen Las Vegas und so. Hab mich somit für das vierte Thema entschieden, auch wenn ich dazu eigentlich nicht viel zu schreiben wußte. Letztlich ist etwa eine halbe(!) Seite bei rausgekommen. Wollte das schon verfluchen, weil ich dadurch natürlich mein A in dem Kurs dahinschwinden sah. Aber heute kam mal wieder eine positive Überraschung, 85 von 100 Punkten!!!! Überhaupt kriege ich in dem Kurs ziemlich viel Ausländerbonus, so nimmt er mich nie dran, wenn „Freiwillige“ an die Tafel gehen sollen (wobei das aber gar nicht so schlimm ist, weil man eigentlich nur das anschreiben muß, was er diktiert) und verlängert die Abgabefristen für die Aufgaben (oder gibt trotzdem noch volle Punktzahl, auch wenn meine Abgabe eigentlich nach der Frist ist). Aber immerhin setze ich die Hausaufgaben ja auch immer in TeX, was hier von den Studenten keiner zu kennen scheint.

Hab auch mittlerweile die Philosophie-Klausur wieder, wieder ein „A“, diesmal sogar mit 94 Punkten. Diesmal habe ich es aber wirklich nicht verdient. Ich habe diesmal keinen der Texte gelesen und manchmal gar nicht aufgepaßt. Habe vorhin überlegt, ob ich Aristoteles lesen soll, aber der hat mir glaube ich nicht mal auf Deutsch gefallen (bin aber gerade gar nicht sicher, ob ich wirklich schon mal was von ihm gelesen habe), aber da ich, je weniger ich lese, desto mehr Punkte bekomme, habe ich mich doch für den Blog entschieden. 🙂
Heute habe ich aber eine wirklich fürchterliche Klausur geschrieben (ich weiß, das sage ich immer, und dann geht es ja doch halbwegs gut aus), PDE eben. Aber die anderen waren auch nicht so gut, sodaß wir die Klausur mal wieder mit nach Hause nehmen durften, um dort noch das zu machen, was uns fehlt. 😉 Aber da ich am Wochenende ja nicht da bin, werde ich da nix mehr machen. Ist zwar kein Essay und insofern gibt es eigentlich keinen Grund dafür, aber vielleicht kriege ich ja trotzdem auch Alien Bonus. *g*

So, nun aber genug zur Uni. Da dort dienstags freier Eintritt für Studenten der Uni Memphis ist, wollten wir eigentlich gestern mit vielen Austauschstudenten in den Zoo fahren. Zwar hatten die meisten keine Zeit oder Klausuren (das ist keine Ausrede! Ich hab ja diese Woche schließlich auch drei Klausuren!), Michael und mich hat es aber nicht gehindert, trotzdem eine Radtour dort hin zu machen. Da haben wir mal wieder einiges erlebt, was man als Autofahrer und damit Amerikaner gar nicht so bemerkt. Z.B. gibt es mitten auf einer Brücke, in der im Umkreis von bestimmt 300m kein benutztes Gebäude ist, eine Bushaltestelle. Die wurde höchstwahrscheinlich wirklich nur deshalb dort errichtet, damit die Betreiberfirma damit werben darf, ein so und so dichtes Netz hat. *g* Manchmal hört der Bürgersteig (der teilweise in katastrophalem Zustand ist) auch einfach so auf. Macht nix, so konnten wir die Geländetauglichkeit unserer Fahrräder überprüfen und die Federung ausnutzen. 😉
Der Zoo war eigentlich ganz okay, aber 13$ normaler Eintritt wären schon ziemlich viel gewesen. Zumal man für die Pandas nochmal 5$ extra zahlen muß (haben wir aber nicht gemacht). Fotos gibt’s leider keine, hab meine Kamera mal wieder vergessen. 🙁 Aber im Grunde ist es ja ein ganz normaler Zoo, nicht viel anders als deutsche Zoos auch.

Als wir zurück waren, haben wir erst mal was gegessen. Dabei fällt mir wieder was ein, was ich schon die ganze Zeit erzählen wollte: In Amerika steht erstaunlicherweise gar nicht auf allen Tiefkühlpizzen, daß man die Plastikfolie entfernen soll. Hat mich schon sehr gewundert. Dafür steht aber meistens drauf, daß man sie vor dem Essen backen soll. *g*

Außerdem haben wir herausgefunden, daß es Dr. Pepper noch länger gibt als Coca-Cola (wenn auch nur ein Jahr)!

So viel für heute und damit höchstwahrscheinlich auch diese Woche, denn Freitag geht’s schon direkt nach der Uni los nach….. New Orleans!!!

Verspät-o-mat*

Montag, 23. Oktober 2006

15 Wochenstunden sind doch zu viel…… 😉
Tut mir leid, in letzter Zeit bin ich etwas unmotiviert, was das Schreiben betrifft, aber nicht nur das, auch die Uni ist irgendwie nicht so ganz das wahre. Im Philosophiekurs wird (auch wenn das die meisten nicht erstaunen wird, aber das war am Anfang wirklich anders!) jetzt nur noch geschwafelt, weshalb ich auch nicht mehr richtig aufpassen kann und dementsprechend wahrscheinlich nicht sonderlich gut in der Klausur abgeschnitten haben werde (habe sie aber noch nicht zurück), in Zahlentheorie tauchen letztens ständig Zahlen auf (pfui!), außerdem hat die Comic-Tante in meinen Hausaufgabenordner geschrieben, woher ich „diese Ergebnisse“ hätte, so eine Frechheit, ich habe, um das noch rechtzeitig fertig zu bekommen (hab eine Aufgabe ausgelassen, was zum Glück nicht aufgefallen ist) mir extra eine Nacht um die Ohren geschlagen, und dann denkt die, ich hätte das aus dem Internet geklaut! Wobei das aber in anderen Fächern durchaus zutreffend ist. Die Fahrstuhlaufgabe aus HoM habe ich nämlich leider nicht alleine rausgekriegt, obwohl ich mich sehr lange damit beschäftigt habe. 🙁 Auch sonst ist HoM in letzter Zeit ziemlich enttäuschend, zumal es eher einer Vorlesung über die Geschichte der Physik oder Himmelsmechanik ist denn eine der Mathematik (davor war es wenigstens eine Geschichte der Geometrie, auch nicht viel besser, aber immerhin). Finde ich natürlich sehr schade, war das doch schließlich auch ein Hauptgrund, ins Ausland zu gehen. In Topologie definieren wir in letzter Zeit viel zu viele Begriffe, die sich viel zu ähnlich sind (sowohl sprachlich wie inhaltlich, weshalb ich es immer alles durcheinanderbringe bzw. erst in die Definition schauen muß), tja und PDE war ja von Anfang an nicht so der Renner. Letzteres mußte ich am Mittwoch übrigens sogar schwänzen, ich war echt so was von müde, und bin auch prompt eingeschlafen. Mein Schlafdefizit konnte ich mittlerweile wieder etwas ausgleichen, war dieses Wochenende gar nicht feiern; am Freitag war irgendso eine semiformelle Party, die mir aber glücklicherweise als ziemlich langweilig geschildert wurde, zumal dort Alkoholverbot herrschte, sodaß ich in Michaels Apartment sicherlich mehr Spaß hatte, und gestern war ich im Kino, in „The Departed“, das Englisch war zwar größtenteils einigermaßen gut zu verstehen, nicht aber die Handlung, war also so mittelmäßig.
So, hier erst mal wieder ein bißchen Mathematik (teilweise ziemlich unvollständig, insbesondere die beiden letzten HoM-Blätter sind höchst enttäuschend):
Topo5.pdf (63.5kB)
Topo6.pdf (59.2kB)
HoM5.pdf (66.3kB)
HoM6.pdf (51.6kB)
NmbrThry2.pdf (135kB)

Bevor ich noch ein bißchen was zu Vegas schreibe, wieder mal was aus der Rubrik „Was nur im Amerika passieren kann“: Kürzlich war ich mal wieder im Supermarkt, da habe ich auf dem Rückweg etwas gesehen, was ich, wenn ich mich nicht mitten im dichten Verkehr einer Hauptverkehrsstraße befunden hätte, sofort photographiert hätte: Vor mir war ein Auto, das kein Kennzeichen hatte, wohl aber ein selbstgedrucktes Papier an der Heckscheibe mit der Aufschrift, daß das Kennzeichen leider gestohlen worden sei. (Ich erwähne, daß es selbstgedruckt ist, um zu verdeutlichen, daß es nicht gerade erst eben gestohlen wurde und der Fahrer nur auf dem Weg zur nächsten Zulassungsstelle nicht von der Polizei angehalten werden will, sondern dies als längerfristige Lösung dort stehen hat.)

So, jetzt heißt es aber wieder:


Da sich ja in den Blogs meiner Freunde in der Tat mittlerweile schon sehr ausführliche und gute Berichte sowie viele Fotos finden, hier nur noch das, was ich noch zu ergänzen habe.

Zunächst dokumentiere ich ein legendäres Telefongespräch mit einem der Inder, welches leider nicht wörtlich überliefert ist, aber ich übertreibe keineswegs.
„Hey Adi, what’s up? … Do you want to meet at the Strip? … No, we are at the bus … At the bus … Where are you? … No, we are not there … Can you hear me? … No, we are at the bus, right now. … No, not in a taxi, in a bus. … I can’t understand you!“ In diesem Stil, in verschiedenen Variationen und Permutationen, hat das Telefonat etwa 10 Minuten gedauert. Zum Schluß waren wir fast da…

Jetzt ist es wohl mal wieder Zeit für ein paar Bilder, auch wenn sich Überschneidungen mit den anderen Blogs nicht vermeiden lassen:
Unsere „Reisegruppe“:


Eine der kostenlosen Shows vor einem der zahlreichen berühmten Hotels (hier: Treasure Island):


Ganz schön hoch… Zwei Unerschrockene von uns sind sogar mit einem der mörderischen Karussells, die so weit weg sind, daß man sie hier nicht richtig sehen kann, gefahren:


Dafür hat man aber auch eine schöne Aussicht (hochfahren ohne Karussell kostet übrigens 10$; man achte auf die Werbung):


Und hier noch das Drive-Thru-Wedding-Window!


In einem „Food Court“, in dem wir mehrmals waren, gab es neben anderen Fast-food-Ketten übrigens auch eine namens „Wienerschnitzel“. Voller Erstaunen, daß es hier tatsächlich vermeintliche Schnitzel gibt (hab ich ja schließlich schon ewig nicht mehr gesehen!), bin ich natürlich gleich dort hin marschiert… Leider gab’s da aber nur Hot Dogs, wobei die aber auch lecker waren. Trotzdem, das ist ja ne ziemliche Verarschung. Die Amerikaner scheinen aber gar nicht zu wissen, was Schnitzel ist. Überhaupt haben sie ein sehr diffuses Bild von Deutschland. Heute bin ich gefragt worden, was denn die Hauptsprache in Deutschland wäre… Und Michael hat neulich von nem amerikanischen Barkeeper folgendes erzählt bekommen: Es gibt wohl einen Likör namens „Bärenfang“, auf dem ein Bild ist, was die Amerikaner zu folgender Theorie inspiriert: Wir Deutschen füllen eben diesen Likör in Bienenstöcke, damit die Bären (die es ja in Deutschland zuhauf gibt) diesen dann trinken und besoffen sind, damit wir sie leichter jagen können. Ich weiß nicht, inwieweit dieser Glaube verbreitet ist, aber soweit ich das verstanden habe, hat der Barkeeper das wirklich ernst gemeint.

Um mich aber nicht nur über die Naivität der Amerikaner lustig zu machen, will ich hier auch mal etwas positives schildern, von dem man sich fragt, warum das nicht bei uns auch so ist. Hier geht nämlich alles (naja, zumindest alles, was ein Mann machen muß) berührungslos: Sowohl die Spülung, als auch das Waschbecken und der anschließende Fön werden über Bewegungssensoren ausgelöst. Türen gibt es auch keine, sodaß es wirklich sehr hygienisch ist.

____________________
*=Der Titel ist inspiriert von der Aufschrift auf dem „Frypod“, des Pommesbehälterdings (wie heißt das eigentlich?) von Burger King, auf dem sich ein „crisp-o-matic“ befindet, ein Meßgerät, wie knusprig die Pommes sind, und spielt auf das ständige Zuspätkommen unser indischen Kommilitonen an; die hatten wirklich ein Talent dafür, immer später zu sein als wir.

Phil in Vegas

Dienstag, 17. Oktober 2006


Frisch erholt (Fußnote: ?????) aus dem Urlaub melde ich mich hiermit als erster der Urlauber wieder zurück. Wer das große Geheimnis nicht schon durch Vorbeischauen in anderen Blogs gelüftet bekommen hat: Ich war in Las Vegas!!!!!
Weil wir gerade erst zurückgekommen sind, ich seit ca. 23 Stunden nicht geschlafen habe und bevor ich selbiges endlich wieder tun kann noch Probleme zu lösen habe (unter anderen ein recht anschauliches und interessantes über ein Hotel, in dem es zu vorgegebenen Rahmenbedingungen über Aufzüge herauszufinden gilt, wie viele Stockwerke es maximal haben kann, aber da ich das schon im ausgeschlafenen (Fußnote: das ist immer relativ!) Zustand den Nichtmathematikern nicht so gut erklären konnte, will ich es lieber erst gar nicht versuchen und schon mal auf die hoffentlich an dieser Stelle bald zu findende Lösung verweisen, die natürlich wie üblich auch die Aufgabenstellung beinhaltet), erwartet aber bitte noch keinen ausführlichen Reisebericht. Fotos gibt’s auch noch keine, denn ich habe gar nicht so viele gemacht, weil mir, bis ich meine vergleichsweise riesige Kamera in einen aufnahmebereiten Zustand versetzt habe, mir meine Mitstreiter zuvorgekommen sind (und da wir die Bilder nach der Reise eh tauschen wollen, hat es für mich keinen so großen Sinn ergeben, dann alles nochmal zu photographieren, zumal ich ja längst nicht so viel Speicher habe wie die anderen). A propos: Es wird ja höchste Zeit, Euch mal kurz meine Freunde vorzustellen:

Von links nach rechts:

  • Mark: studiert (genauso wie Benedikt, der leider nicht migekommen ist, aber auf dem letzten Partyfoto ganz links zu finden ist) an der Katholischen Uni Eichstätt-Ingolstadt BWL auf Diplom, hat leider keinen Blog, aber wenn ich das recht überblicke sehr viele Fotos gemacht
  • Melli studiert (wie auch Michael, der aber leider ebenfalls nicht mitkommen konnte) Digital Media an der FH Ulm (Fußnote: Wenn sich jemand darunter nichts vorstellen kann: Zu sagen „was mit Kunst und Computern“ wäre wohl so verzerrend wie zu behaupten, Mathematik wäre „was mit Zahlen und Dreiecken“) auf Bachelor
  • etwas verdeckt Franzi, die wie Charlotte an der Uni Mainz Publizistik studiert (auf Magister)

Bevor ihr höchstwahrscheinlich und hoffentlich in Kürze Berichte über unsere Unternehmungen in oben genannten Blogs finden könnt, will ich schon mal ein bißchen verraten (ein ausführlicherer Bericht kommt, wenn ich das dann überhaupt noch für nötig erachte, leider erst später, weil ich in den nächsten Tagen neben Schlaf noch ziemlich viel durch Uni-Nachbereitungen ausgelastet sein dürfte, hab ja schließlich am Freitag geschwänzt).
Vorher aber zum Thema Schlaf:

  • Möglichkeit 1: Ich gehe zu spät ins Bett, weil ich noch Hausaufgaben machen muß. Kommt leider durchaus mal vor, denn ich verschätze mich regelmäßig, was den Zeitaufwand betrifft, und fange erst zu spät an.
  • Möglichkeit 2: Ich gehe zu spät ins Bett, weil mich meine Mitbewohner noch auf ein Bier einladen. Kommt auch regelmäßig vor, und da das wirklich nette Jungs sind, kann ich da natürlich auch nie „nein“ sagen.
  • Möglichkeit 3: Ich wache zu früh auf. Passiert leider immer mal wieder, daß meine Ohrenstöpsel rausfallen und ich dann von irgendwelchen meistens nervigen Geräuschen geweckt werde, in letzter Zeit aber auch, weil meine Mitbewohner die Heizung angestellt haben (*grrr*), sodaß ich erst mal ne Stunde lüften muß, bis es wieder erträgliche Schlaftemperatur hat. (Fußnote: Letzten Donnerstag war es hier vielleicht kalt! Bin nichtsahnend wie immer im T-Shirt in die Uni, und konnte aber leider nicht mehr zurück, weil ich schon spät dran war und direkt ne Klausur geschrieben habe, wo ich nicht zu spät kommen wollte; in der Mittagspause habe ich mir wenigstens einen Pulli anziehen können, aber es war immer noch furchtbar kalt! Jetzt geht es aber zum Glück wieder, d.h. man braucht hier noch längst keine Heizung)
  • Möglichkeit 4: Es ist Freitag und ich muß aufstehen, als einziger Depp, der freitags Veranstaltungen hat. Dabei habe ich eigentlich gedacht, ich hätte meinen Stundenplan besonders aufstehfreundlich gestaltet: Nichts vor 9 Uhr und nichts mehr nach 14:30 Uhr. Aber von den Deutschen bin ich der einzige, der auch freitags nochmal dran glauben muß, weshalb ich auch leider nie donnerstags mitgehen kann, wenn die anderen was unternehmen

Wie ihr seht, habe ich auch sonst nicht viel Schlaf. Vegas war aber in der Hinsicht echt die Hölle. Bin auch meistens schon immer als erster, oder jedenfalls ziemlich früh aufgewacht, und konnte einmal nicht mehr richtig schlafen, weil die Klimaanlage furchtbar kalt gestellt war, sodaß ich mich kaum bewegen konnte, und ein anderes mal ich einen furchtbaren Durst hatte und durch das knarrende und quietschende Bett so viel Lärm verursacht habe, daß ich vor lauter schlechtem Gewissen, die anderen sicher aufgeweckt zu haben, nicht mehr schlafen konnte.
Aber wir wurden ja reichlich entschädigt, wie ihr noch erfahren werdet. Eins aber schon mal vorweg, weil die Mädels über ihren Besuch bei den Chippendales schreiben werden, wo wir natürlich nicht mit waren: Mit der Million hat es leider nicht ganz geklappt; Mark und ich waren an besagtem Abend mit zwei Indern, die wir aus Memphis bestens kennen, im Casino, bzw. den Casinos! Das mußte ja natürlich sein, und weil wir alle nicht so arg viel einsetzen wollten, haben wir zusammengelegt. Dadurch, daß ich bei einem Pokerautomat noch 1$ mehr gewonnen als eingesetzt habe, beläuft sich mein Gesamtgewinn auf 21$, wobei der Großteil logischerweise aufs Roulette entfällt. Wir haben dann immer reihum abwechselnd einen Tipp abgegeben und hatten auch meistens echt riesiges Glück (z.B. hat Adi, der eine Inder, in einer Runde gesagt, daß er sich nicht sicher ist, ob rot oder schwarz kommt, und wir mal eine Runde aussetzen sollen, und dann kam auch tatsächlich eine der Nullen (in Amerika gibt es nämlich zwei von der Sorte, eine Null und eine Doppelnull)). Wir haben dann später nochmal mit Franzi in einem anderen Casino gespielt, wo wir unseren Gewinn verzocken (bzw.: investieren!!!) wollten, sind aber ohne Gewinne oder Verluste nach ner Weile wieder gegangen. War auf jeden Fall eine sehr lustige Erfahrung!
Bevor ich mal wieder Schluß mache für heute, noch zwei Goodies: Erstens haben wir in Vegas natürlich extrem viele Hochzeitskapellen gesehen, darunter eine (Foto hab ich auch gemacht, bin aber zu faul, es jetzt zu suchen) mit einem Drive-Thru-Fenster (das muß man sich mal vorstellen! Nicht mal auszusteigen braucht man), und zweitens mal wieder einen Germanizismus, den ich in der N.Y.Times, die ich mir heute mal gegönnt habe (ich kann’s mir ja jetzt alles wieder leisten dank meines Gewinns) zum während des Flugs lesen, entdeckt habe: stark! Das heißt aber übersetzt vermutlich so viel wie „groß“ oder „erheblich“.

Ach so, und ich konnte während der knapp 5 Tage schon einige Mathematikerklischees unter Beweis stellen. Mir ist gar nicht bewußt gewesen, daß ich so verpeilt bin! 🙂

Von Lagerfeuern und Verfolgern

Sonntag, 8. Oktober 2006

Gute Nachrichten für die, die nur die Bilder angucken und den Text nicht lesen (wobei die dann ja gar nicht wissen, daß es gute Nachrichten für sie gibt): Heute gibt’s nicht so viel Text.

Gestern waren wir (die internationalen Studenten von diversen Hochschulen in und um Memphis) auf einem vom Rotary Club gesponserten „Farm Visit“, d.h. wir wurden mit Bussen zu einer Baumwollplantage gefahren. Es war – wie ja auch nicht anders zu erwarten – typisch amerikanisch und echt wie im Film: Eben noch Downtown, wo reger Betrieb herrscht, kommt man, wenn man die Brücke überquert, quasi zum direkten Gegenteil: Unbebautes Land, soweit man sehen kann, bis natürlich auf die Autobahn, welche in einem Zustand ist, den man in Deutschland wohl unbefahrbar nennen würde, und an der sich (auch wieder typisch amerikanisch) alle paar Meilen eine Ausfahrt befindet, an der sich neben einem Hotel noch diverse Schnellrestaurants befinden. Viele Schilder zeigen dabei an, wie weit man es noch bis zu seinem persönlichen Lieblingsrestaurant hat.

Die „Pyramid“, ein zwar fast neues, millionenschweres Bauwerk, was aber unbenutzt ist, da es jetzt das FedExForum und noch irgendeine andere große Veranstaltungshalle gibt; daneben mal wieder der Mississippi

Nachdem wir dann angekommen sind und ein bißchen durch eines der zahlreichen und riesigen(!) Baumwollfelder laufen durften (natürlich durften wir auch eine Baumwollblüte als Souvenir pflücken, was gar nicht so leicht war)…
Ich müßte mal wieder zum Friseur, trau mich aber nicht so recht

…haben wir erst mal was zu essen bekommen.
En Garde…

Allerdings mußte wir uns das erst selbst „zubereiten“, über(?) einem Lagerfeuer, was sich als äußerst schwierig herausstellte, da das Lagerfeuer – wir sind schließlich in Amerika – größer ist als ein „normales“ Lagefeuer. Die Hot dogs waren auch nach ner Viertel Stunde noch eiskalt, während unsere Gesichter schon ziemlich gegrillt waren. Dann ist aber irgendjemand auf die gute Idee gekommen, den Spieß einfach in die Erde zu stecken und das dann so vor sich her wärmen zu lassen.

Nach dem Essen wurden wir dann noch auf so nem Anhänger umhergefahren. Endlich waren wir mal in freier Natur!
Und konnten dabei auch einen Baumwollmähdrescher sehen, damit kann man nichts anderes machen als Baumwolle ernten, und so ein Gerät kostet angeblich 300.000$, weswegen auf der Farm eben auch nichts anderes als Baumwolle angebaut wird.

Abends war dann nach einem „Oktoberfest“ des Deutsch-Clubs (was aber natürlich ziemlich witzlos war, weil ja auf dem Campus Alkoholverbot herrscht und auch irgendwelche Professoren anwesend waren, aber die haben sich total viel Mühe gegeben mit der Dekoration usw., das war schon ganz schön) mal wieder Party angesagt. 🙂

Wie man hoffentlich sehen kann war das ziemlich lustig, für die meisten jedenfalls. 🙂 Weil es ja gar nicht so weit vom Campus entfernt war und wir ja ziemlich angeheitert waren und deswegen noch durch einen Spaziergang an der frischen Luft einem eventuellen Kater vorbeugen wollten, sind wir dann zurück gelaufen. Das war noch etwas abenteuerlich, weil wir plötzlich in einer dunklen Straße verfolgt wurden, und außer uns und unserem Verfolger weit und breit niemand zu sehen war. Und wir wurden ihn gar nicht los. Da wurde uns schon etwas mulmig, zumal wir nur zu zweit waren, und beide wenn nicht Angst, so doch zumindest Ehrfurcht haben vor großen, stark aussehenden….. Hunden! *g* Irgendwann sind wir ihn dann doch losgeworden, ohne daß er uns gebissen hat.

So, das war’s für heute, jetzt werde ich mich erst mal, obwohl ich bestimmt fürchterlich aussehe und besser nicht die Wohnung verlassen sollte, raussetzen, solange es noch so schönes Wetter ist. Werde das zwar spätestens heute Abend bzw. heute Nacht bereuen, wenn ich die Hausaufgaben machen muß, aber was soll’s

Ein Telegramm aus Memphis

Mittwoch, 4. Oktober 2006

Wird heute wieder mal ein kurzer Beitrag.

Und los geht’s! Neuentdeckter Germanizismus: Doppelgänger.

Und hier erst mal eine ganze Ladung an Dingen, die ich statt der neusten Nachrichten aus Memphis geschrieben habe. Zum einen erst mal die PDE-Klausur, auf die ich immerhin doch noch 70 von 100 Punkten bekommen habe, dann noch die regulären Hausaufgaben und schließlich die Hausarbeit.
PDE1.pdf (70.4kB)
HoM4.pdf (70.2kB)
Topo4.pdf (63.9kB)
Paper HoM Theaetetus.pdf (88.5kB)

Zuletzt gesehener Film: Der Krieger und die Kaiserin (auf Deutsch, aber mit Amerikanern, der Film ist ganz okay, aber der Titel irreführend).

Zuletzt entdeckte Rechtschreibfehler, die von amerikanischen Professoren begangen worden (die Fehler sind sicherheitshalber fett gekennzeichnet): Martin Mersenne, Karl Friedrich Gauss (das „ss“ lasse ich noch mal durchgehen, zumal es in Großbuchstaben geschrieben war), und der Knüller: Guttenberg.

Gestern habe ich meinen Schreibtisch aufgeräumt, was sehr nötig war. Ich bin sehr stolz:

Blöderweise habe ich aber keinen direkten Vorher/Nachher-Vergleich. 🙂

Heute ist meine Eintrittskarte fürs RHCP-Konzert gekommen, noch 25 Tage… Ich freu mich schon total!

Und zu guter letzt: Der Sommer ist „wieder“ da (ich habe gar nicht gemerkt, daß er ja scheinbar mal nicht da gewesen ist), gestern und vor allem heute war es wieder total heiß, bis zu 34°.

So, nächstes mal wird’s dann hoffentlich wieder etwas ausführlicher und zusammenhängender (wobei ich ja offiziell erst in 4 Wochen lerne, was zusammenhängend ist (hier gibt’s am Anfang des Semesters in jedem Kurs eine Übersicht, was wann drankommt)).

Alles nur geklaut

Montag, 2. Oktober 2006

Es ist höchste Zeit, mal wieder ein Lebenszeichen zu hinterlassen, schließlich hat sich ja wieder einiges ereignet. Vorab aber bitte ich erst mal um Entschuldigung, daß ich in der letzten Zeit etwas schlecht erreichbar war – ich hatte aber wirklich enorm viel mit meinem Paper zu tun (dafür, daß ich so viel Zeit dran verbracht habe, ist es aber nicht so besonders geworden), was ich demnächst wohl auch hier einstellen werde, vorher lasse ich es aber gerade noch Korrekturlesen. Ich war wirklich sehr damit beschäftigt, habe sogar mein Laptop über Nacht nur auf Stand-by geschaltet und nicht aus, damit ich heute morgen keine Zeit durch das Einschalten verliere (aber wir sind hier schließlich in Amerika, andere schalten ihren Computer noch nicht mal in den Stand-by-Modus, und die meisten lassen, während sie das Essen, was sie vom Drive-through bekommen haben, essen, den Motor laufen). Zeitweise hatte ich, weil ich möglichst konzentriert arbeiten wollte, auch mein Telefon lautlos, wer mich also nicht erreichen konnte, möge es einfach nochmal irgendwann probieren. Auch bin ich in einem immer größer werdenden E-Mail-Beantwortungsrückstand. Nun bin ich zwar nicht unbedingt utilitaristisch veranlagt, aber dennoch halte ich es für sinnvoller, zunächst regelmäßig etwas in den Blog zu schreiben. Nächste Woche ist aber in der Uni, soweit ich das momentan einschätzen kann, nicht gar so viel los, d.h. ich hoffe, daß ich mich dann auch wieder den E-Mails widmen kann. Vorab aber an dieser Stelle schon mal herzlichen Dank für die vielen Postkarten, die mich kontinuierlich erreichen!

Nun aber zur Sache! Erst mal freue ich mich, nochmal explizit auf den „Blogroll“ verweisen zu dürfen (auf der Hauptseite im Menü auf der rechten Seite) – dort findet ihr Links zu den Online-Tagebüchern der anderen deutschen Austauschstudenten. Sollte es also jemanden geben, dem ich nicht genug von Memphis berichte (ich dachte eher, ich schreibe zu viel?), oder wenn jemand einfach mal eine andere Perspektive erleben möchte, möge er oder sie dort mal vorbeischauen, es lohnt sich!

Zunächst mal etwas, was ich schon lange loswerden will: Bringt den Amis Griechisch bei!!! Zwar denkt man, vor allem wenn man als internationaler Student im Carpenter Complex wohnt (wie schon mal erwähnt sozusagen das Villenviertel unter den Studentenwohnheimen), daß das griechische und das lateinische Alphabet hier gleichwertig sind (denn hier gibt es unzählige Studentenverbindungen (bzw. „sororities“, was das genau ist, weiß glaube ich keiner, aber sehr interessante und amüsante Analysen zu diesem Thema findet ihr in Charlottes Blog), die allesamt mit drei griechischen Buchstaben bezeichnet werden). Aber die griechischen Buchstaben werden total „falsch“ ausgesprochen (nun gut, ich habe nicht sonderlich viel Ahnung von griechisch, und weiß nicht, ob die „deutsche“ Aussprache „richtiger“ ist, aber jedenfalls klingt es trotzdem sehr amerikanisch), und vor allem bei meinen internationalen Professoren muß man erst warten, bis sie es aufschreiben. Woher soll ich denn wissen (na gut, es ist Topologie, da kann man es sich ja eigentlich denken), was „äpschons“ ist? Wohlgemerkt immer mit „s“ hinten. Da kann man es bei „ipsilon“ ja zumindest eher erahnen. Was aber auch eine ganze Weile gedauert hat ist herauszufinden, daß Theaitetos auf Englisch „Theaetetus“ heißt. OK, ich hätte natürlich einfach mal in mein HoM-Lehrbuch gucken können, dann wäre es bestimmt schneller gegangen. Aber ehrlich gesagt bin ich gar nicht davon ausgegangen, daß er dort überhaupt erwähnt wird.

Neben einigen Hausaufgaben (gibt’s aber auch erst beim nächsten mal – wobei ich mich grundsätzlich frage, ob das überhaupt irgendjemand runterlädt, denn den Mathematiker unter Euch ist das ja höchstwahrscheinlich zu trivial, und von den Nicht-Mathematikern bekomme ich regelmäßig Mails à la „Dein Blog ist ja ganz interessant (bis auf die Mathe-Sachen, die ich nicht lese)“) war ich letzte Woche u.a. ganz spontan bei einem Mieka Pauley Auftritt. Mieka Pauley? Nie gehört? Ich auch nicht, aber sie hat wohl scheinbar schon irgendwelche Songwriter-Wettbewerbe gewonnen und hat mich ein bißchen aus die Songwriterin aus Coyote Ugly erinnert. Sah sogar ein bißchen so aus. 😉
Mieka Pauley live im Tiger-Den


Obwohl ich ja immer ein vehementer Gegner von Handy-Kameras war, ist es mal wieder diesem von mir als völlig nutzlos bezeichneten Feature zu verdanken, überhaupt irgendwelche Bilder zu haben. Aber die Qualität ist natürlich wie zu erwarten war schlecht. Stattgefunden hat das Konzert übrigens in der „Mensa“, die ich nach wie vor in Anführungszeichen setze, weil es keine richtige Mensa, sondern eine Ansammlung von verschiedenen hauptsächlich Fast-food-Ketten ist (es gibt aber wie anderweitig schon erwähnt noch etwas, was einer Mensa ziemlich ähnlich kommt, und wo ich meistens mittags esse). Das ist eigentlich eine gute Sache, hier werden ziemlich viele Veranstaltungen von so einem Activity-Council angeboten, darunter Vorführungen von aktuellen Kinofilmen (demnächst kommt „Cars“), Live-Konzerte wie dieses, Vorträge/Diskussionsrunden und irgendwann kommt wohl auch noch ein Humorist. Alles kostenlos für die Studenten, versteht sich ja von selbst. Dafür müssen die hier aber auch ziemlich heftige Studiengebühren zahlen, im Vergleich dazu hätten die hessischen Studenten protestieren können, daß die dort geplanten Gebühren viel zu niedrig sind, um eine ordentliche Qualität sichern zu können.

Am Donnerstag war ich bei einem Treffen der (oder heißt es „des“?) „Cantor Sect“. Schwer zu beschreiben, was das ist, ein bißchen so was wie eine Fachschaft, würde ich sagen, aber mit Free-food (das scheint hier die einzige Möglichkeit zu sein, Studenten anzulocken, beim Konzert gab’s auch Gratis-Eis und Gratis-Brownies), und wo ein Professor zugegen ist (der wohl auch einen großteil der Organisationsarbeit übernimmt). Im Rahmen dieser Veranstaltung habe ich auch einen hochinteressanten Vortrag über Fermats letzten Satz hören dürfen, sogar großteils sehr verständlich trotz der hohen Geschwindigkeit. Auch war es höchst amüsant, denn der dozierende Doktorand hatte seinen Kinderwagen samt Kind dabei, das er immer hin- und herschob, und das er umdrehte, als es beim Anblick von Fermat’s Satz zu schreien begann („Du magst wohl keine Franzosen?!“). Außerdem ist regelmäßig seine Brille auseinandergefallen. Leider habe ich aber auch mal wieder eine schlechte Nachricht als Ergebnis: Viele von den lustigen Sprüchen, die wir einem gewissen Hochschuldozenten zugesprochen haben, sind gar nicht von ihm erfunden, sondern nur getarnte Anglizismen. Alles nur geklaut! So etwa, daß eine Funktion hier oder dort „lebt“. Auch von dieser merkwürdigen und meiner Auffassung nach unschönen Imperativ-Form in Beweisen glaube ich, daß es in Wirklichkeit bösartige Anglizismen sind. Worüber hier man sich aber keine so großen Sorgen macht, ist die Moral. *g*

Ach so, was ich ja schon ganz vergessen habe, letzte Woche habe ich noch einen anderen Film gesehen, wo ich sogar das meiste verstanden habe, und der ziemlich sehenswert ist (jetzt will ich aber erst mal keinen Film mehr mit Jennifer Aniston sehen, langsam nervt’s – andererseits weiß ich aber nur dank dieser Tatsache den deutschen Titel): „Alles Routine“. Also wenn Euch der mal begegnet oder im Fernsehen läuft: Der ist ziemlich lustig! War aber etwas nervig, weil das von irgendso einem Informatikverein veranstaltet wurde, und vor dem Film (zu dem es auch mal wieder Free-Pizza gab) war deswegen ein ziemlich langweiliger Teil, wo die Werbung für ihren Verein gemacht haben. Nächstes mal informiere ich mich bevor ich hingehe, wofür die dreibuchstabige Abkürzung denn nun steht. Wobei das ja nicht verdächtig geklungen hätte, und wobei ich, wenn ich es doch verdächtig gefunden hätte, ja durchaus etwas versäumt hätte.

Ansonsten war ich endlich mal wieder bei Wal*Mart, wo ich diesmal nur 95$ bezahlt habe (leider gibt es dort keine Karte, mit der man Sparen kann, so wie bei Kroger, diese schreckliche Kundenfang-Methode hat mich schon richtig infiziert *g*), meine Mitbewohner haben mich freundlicherweise mitgenommen, die haben echt ein riesiges Auto…… Dachte eigentlich, daß meine riesigen Lebensmittelvorräte für mehrere Wochen reichen, aber irgendwie kommt es mir so vor, als hätte ich schon fast alles davon gegessen. Na, aber zumindest habe ich jetzt erst mal einen großen Getränkevorrat. Wobei der aus ausschließlich nichtalkoholischen Getränken besteht, denn in Supermärkten gibt es hier wenn überhaupt nur Bier, und selbst da nur ekliges amerikanisches Bier und Beck’s, wobei da ein Sixpack mit kleinen Flaschen über 7$ kostet.
Schon wieder kann man da keinerlei Eindruck gewinnen, wie riesig ein amerikanischer Wal*Mart ist

So, jetzt wird es Zeit, daß ich mich verabschiede, denn ich muß noch Abendbrot essen (wenn ich mich beeile, schaffe ich das sogar noch heute, zumindest die Zubereitung)… Ihr lest von mir!