Archiv für September 2006

Wenn ich mal groß bin

Donnerstag, 28. September 2006

Hmm, hab heute mal wieder die Simpsons gesehen beim Laufbandlaufen, geht aber wohl nicht mehr so oft, denn ich bin gleich, als sie zu Ende waren, in Richtung nach Hause, und da wurde es schon ziemlich dämmrig.

Falls ich übrigens doch nicht mehr nach Deutschland kommen sollte, hat das den Grund, daß ich jetzt endlich weiß, was ich mal werden will, wenn ich groß bin, bzw. was ich mit meinem Studium „anfangen soll“. Denn ich habe jetzt meinen Traumjob gefunden, den es aber meines Wissens in der Form nicht in Deutschland gibt (jedenfalls habe ich ihn noch nicht gesehen): Parkplatzwächter! Das hat man sich folgendermaßen vorzustellen: Nördlich vom Campus ist ein riesiger Parkplatz (den ich immer durchqueren muß, und der mich sehr nervt, weil die Autos hier langsamer fahren als die Fußgänger laufen, was mich, vor allem wenn ich es eilig habe, extrem stört, und wenn es nicht so eng wäre oder die Gefahr bestünde, daß jemand rückwärts aus seinem Parkplatz fährt, würde ich die Autos auch allein schon aus Protest überholen, wobei sie dann aber wahrscheinlich auch nicht so lahm wären), auf dem es einen kleinen Turm gibt, neben dem sich ein Fahnenmast befindet. Tja, und (so ist mir berichtet worden, ich hab das Spektakel noch nicht selbst erlebt) irgendwann morgens stellt jemand sein Auto daneben ab, steigt aus, holt eine Fahne aus dem Kofferraum, kurbelt diese hoch und betritt den Turm. Weil die Fenster stark getönt sind (gibt’s in Amerika übrigens sehr oft, z.B. sind die Fenster vom Kroger-Supermarkt auch total düster, sodaß man, wenn man drinnen ist, denkt, draußen tobt gleich ein Gewitter), kann man leider nicht so gut sehen, was die Person, die dort ihren Arbeitsplatz hat, eigentlich genau macht. Ich vermute aber mal, daß es so ähnlich ist wie beim Schrankenhäuschen, was sich in unmittelbarer Nähe befindet: Dort sitzt eine Person, die nur damit beauftragt ist, herausfahrenden Autos die Schranke zu öffnen (hereinfahrende Autos brauchen eine Magnetstreifenkarte, um die Schranke zu öffnen). Da aber die meiste Zeit über keine Autos herausfahren wollen, können die Angestellten, die in besagter Stätte ihrer Arbeit nachgehen, eben auch in der meisten Zeit etwas anderes machen, z.B. telefonieren, im Internet surfen oder Computerspiele spielen. So stelle ich mir den Parkplatzwärterjob auch vor – nur daß man eben nicht immer diese nervige Schranke für irgendwelche Trottel öffnen muß. Also, wenn es mit meiner Karriere als Supermarkt-Waren-in-Einkaufstüten-Packer nicht klappt, habe ich hierin eine gute Alternative gefunden.
Obwohl, vielleicht komme ich doch nach Deutschland zurück, mit der brillianten Idee, diese beiden Jobs auch in Deutschland einzuführen, und werde damit zum einen reich und zum anderen löse ich auch noch das Problem der Arbeitslosigkeit.

Nur für Männer

Mittwoch, 27. September 2006

So langsam nimmt die Uni ganz schön viel Zeit in Anspruch, sodaß ich hier erst mal nicht mehr so viel bloggen konnte und kann wie bisher. Mit der Uni fange ich heute auch mal an. Obwohl ich ja gewisse Probleme hatte, die Stetigkeit von $f(x)=x^3$ zu zeigen (wobei man nicht verwenden durfte, daß die Funktion als Produkt stetiger Funktionen stetig ist, sondern einen „Epsilon-Delta-Beweis“ geben sollte – das ist aber wirklich gar nicht so leicht, wie es klingt, probiert’s selbst, wenn ihr es nicht glaubt!), habe ich trotzdem immerhin noch volle Punktzahl bekommen, obwohl der Professor behauptet hat, ich wüßte nicht, was gleichmäßige Stetigkeit ist (wobei ich den Teil eigentlich recht sicher hatte und insofern vermute, daß er mich verwechselt hat). Außerdem habe ich auch meine zweite Klausur zurück, wieder ein „A“! 🙂 Ach so, hab jetzt übrigens auch rausgefunden, daß ich letztes mal sogar „A“ und nicht „A-“ hatte. Jetzt dürfte aber erst mal Schluß sein mit guten Noten absahnen: Bei der Klausur in Partielle Differentialgleichungen, obwohl wir sie ja sogar zu Hause mit Buch, Internet und Notizen bearbeiten durften und uns mit Kommilitonen absprechen konnten (wobei mir letzteres aber nicht viel genutzt hat, weil der einzige, der in noch einem anderen Kurs ist und insofern der einzige, den ich seit der letzten Stunde nochmal gesehen habe, nur meinte, daß die Klausur größtenteils „sehr leicht“ sei, was auch die Professorin schon gesagt hatte), habe ich jetzt endgültig aufgegeben. Zu zwei der fünf Aufgaben habe ich eine m.E. ausreichende (wenn auch sicher nicht vollständige) Lösung angeben können, bei einer Aufgabe habe ich einen Ansatz, der aber höchstwahrscheinlich wertlos ist, weil man da nicht weiterkommt. Tja, das baut natürlich nicht gerade auf, zumal ich da bestimmt alles in allem fast 10 Stunden dran gesessen habe (obwohl wir ja eigentlich nur 85 Minuten Zeit gehabt hätten, keine Bücher, kein Internet und keine Notizen hätten verwenden und keine Kommilitonen hätten fragen dürften). Ist aber auch wirklich ziemlich schrottig und erinnert in vielerlei Hinsicht an die höheren Analysis-Semester: Die Übungsaufgaben sind für Normalsterbliche unlösbar, der Stoff ist langweilig, insbesondere da viel zu physiklastig und der Tafelanschrieb viel zu schnell. Ärgert mich jetzt doch etwas, daß ich das Buch gekauft habe, v.a. weil ich jetzt bestimmt in Deutschland keine Vorlesung mehr über Partielle Differentialgleichungen hören werde.
In HoM habe ich beim letzten Übungsblatt einige Lücken gelassen, aber das habe ich noch nicht zurück. Das neue, was wir eigentlich morgen abgeben sollten, ist noch schlechter, da habe ich bislang keine einzige Aufgabe, keine einzige Idee und keinen einzigen Beweis im Internet gefunden. Zum Glück wurde wenigstens die Frist auf Freitag verlegt, wenn auch nur unter dem etwas merkwürdigen Vorwand, daß die Tochter des Professors im Krankenhaus ist (und er deswegen etwas zerstreut war am Montag und vergessen hat, die Frage zu stellen, ob wir Fragen zum aktuellen Blatt haben).
Einen Abgabetermin für unsere erste ca. 10-seitige Hausarbeit haben wir jetzt auch, und zwar ist das nächster Montag. Ich habe noch nicht angefangen (wie auch, ich habe ja bis jetzt noch gar kein Thema!), und glaube auch nicht, daß ich das schaffe, denn nicht mal auf Deutsch könnte ich eine derart lange Hausarbeit schreiben, vor allem nicht in so kurzer Zeit!

Aber das sei erst mal genug zum Thema Uni. Jetzt noch ein paar amerikanische Kuriositäten! Zu erst einmal ein paar Kommentare zum Thema Essen und Trinken. Was ich schon die ganze Zeit berichten will ist, daß „Bacon“ überhaupt kein Schinken und auch kein Schinkenspeck ist, so wie’s im Englischbuch steht. Es handelt sich dabei vielmehr um ein frittiertes, sehr fettiges dunkelrotes Etwas, was so hart ist, daß es mir heute morgen erst mal die Gabel gefetzt hat. Na gut, gibt ja hier zum Frühstück nur Plastik-Einwegbesteck, aber trotzdem! Überhaupt sind total viele Sachen extrem süß oder extrem fettig, so daß man sich doch echt fragt, warum es hier nur fettreduzierte Milch gibt (als würde es darauf noch ankommen!). Wobei das aber andererseits auch eine positive Seite hat: Die Milch (welche auch in großen Gallonen-Kanistern verkauft wird) hält hier locker 10 Tage, evtl. sogar noch mehr; geöffnet, wohlgemerkt. Das ist wohl auch der Grund, warum es so etwas wie „H-Milch“ ebenfalls nicht gibt.
Weil’s auch indirekt mit dem genannten Thema zu tun hat, möchte ich mich hiermit darüber aufregen, daß bei McDonald’s, Taco Bell, Wendy’s und allen anderen Fast food-Ketten zwar die Drive-through-Schalter 24 Stunden geöffnet sind, nicht aber die Restaurants selbst. Und selbst wenn man das ja noch verstehen könnte, ist es ja wohl eine Unverschämtheit, daß man am Drive-through-Schalter nicht auch als Fußgänger bedient wird. Man muß erst einen vertrauenswürdigen und Vertrauen habenden Autofahrer finden, der seine eigene Bestellung mit aufgibt.
Und zum Thema Auto sei gesagt, daß die Amerikaner ein viel entspannteres Verhältnis zum Thema „Alkohol am Steuer“ haben, was ich zwar nicht unbedingt gutheiße, aber da die Führerscheinprüfungen hier in der Tat wohl so leicht sind, wie man das immer hört, können die Amis auch im nüchternen Zustand oft nicht geradeaus fahren, und somit fällt es nicht auf, wenn sie Schlangenlinien fahren. Und da ja hier auch jedes Auto Automatikschaltung hat und die Straßen breit sind, passiert auch meiner Einschätzung nach nicht viel.

Zum Schluß mal wieder zwei Bilder.
Wenn man einkaufen geht, bekommt man einen immer einen richtigen Roman ausgedruckt, und auf der Rückseite ist manchmal Werbung


Ich war ja schon mal sonntags in der Dunn Hall (dem Gebäude, wo die ganzen Mathe-Veranstaltungen sind), und weiß auch, daß an mindestens einem Montag bis mindestens 23:15 Uhr dort geöffnet war, und auch, daß es dort einigermaßen saubere Toiletten gibt (jedenfalls sauberer als im Phil I), insofern ist allein schon die Tatsache, ein Dixi-Klo davor zu stellen, ziemlich abstrus. Daß es in der Bibliothek geschlechtergetrennte Bereiche gibt, ist ebenfalls ziemlich abstrus. Aber das hier fand ich wirklich schon ein Foto wert:

Nachtrag 1: Gestern habe ich „Fluch der Karibik II“ gesehen, auf Englisch logischerweise, wodurch ich erwartungsgemäß fast nichts verstanden habe. Ich finde es enorm schwer, Filme, die ich nicht kenne, auf Englisch zu sehen, denn meistens wird so schnell und undeutlich gesprochen, und die Hintergrundmusik ist so laut, daß man gar keine Chance hat, etwas zu verstehen.

Nachtrag 2: Ich bin schon wieder ziemlich im E-Mail-Beantwortungs-Rückstand. Habt bitte Geduld!

Germanizismen

Sonntag, 24. September 2006

Von wegen New York Times lesen! Die Zeitung ist totlangweilig, die Fläche der Beiträge ist geringer als die der Werbung, und das Format ist auch schrecklich. Außerdem von wegen die Bibliothek ist gut mit Zeitungen ausgestattet. Da gibt es zwar viele, aber die sind ja schon uralt. Die NYT beispielsweise war ganze acht Tage alt, als ich sie lesen wollte! Was aber ganz nett ist, sind die Podcasts, die ich mir gelegentlich herunterlade. Da gibt’s zum einen die tägliche Analyse der Titelseite und zum anderen wöchentliche Sendungen zu verschiedenen Themenbereichen, u.a. Wissenschaft oder auch Musik. In einer der letzten Ausgabe habe ich einen weiteren Germanizismus entdeckt: „Glockenspiel“. „Kindergarten“ ist ja hinlänglich bekannt und habe ich auch schon wirklich gehört, auf „quadratfrei“ muß ich wohl noch etwas warten (übrigens fällt mir dabei ein, daß in dem Buch zur Zahlentheorievorlesung demnächst auch einige der Ergebnisse aus Algebra B auftauchen, insofern wird das auch langsam mit dem Niveau).

Hab mittlerweile übrigens endlich mal in unserer Wohnung gesaugt, war auch schon ziemlich nötig, zumal sie schon nicht die sauberste war, als ich hier eingezogen bin. Überflüssig zu erwähnen, daß es an amerikanischen Staubsaugern keinen Regler daran gibt („high“ und „low“ beziehen sich nicht etwa auf die Saugkraft, sondern nur auf die Höhe der Saugeinheit, ähnlich wie bei einem Rasenmäher), sondern nur einen Schalter (wahrscheinlich gibt es in Amerika gar keine Regler, und wahrscheinlich sind Gitarrenverstärker in Amerika erfunden worden (kleiner Scherz für die Musiker)). Was aber ganz praktisch ist, ist das eingebaute Licht, bringt aber eigentlich nichts, denn unter dem Bett kann man mit diesem sperrigen Ding eh nicht richtig saugen. Ich hoffe, mich nicht zu wiederholen, aber beim Thema fehlende Regler fällt mir gerade ein, daß es in den Duschen auch keine solchen gibt. Es gibt nur an oder aus, wobei „an“ dann so ist wie bei „normalen“ Duschen voll aufgedreht.

Es gibt übrigens mal wieder gute Nachrichten: Meine Mitbewohner haben sich jetzt ein Auto zugelegt und mir schon angeboten, mich mitzunehmen, wenn sie einkaufen gehen. Werde ich auch natürlich gerne drauf zurückkommen, die schweren und sperrigen Sachen kann ich ja nicht so gut bei Kroger kaufen.

Aus der Uni gibt’s auch Neuigkeiten, eigentlich hätte ich ja Montag Nachmittag die erste Klausur in der PDE-Vorlesung geschrieben. Da die Professorin aber auf einem Kongreß o.ä. ist, hat sie uns die Klausur einfach mitgegeben und wir bearbeiten sie zu Hause und geben sie dann am Mittwoch ab. 🙂 So habe ich immerhin eine halbwegs realistische Chance, zumindest bei der ersten Klausur ein paar Punkte zu bekommen. Wobei ich so aus dem Stegreif noch keine der Fragen beantworten könnte.
Ach ja, und wer Interesse hat, kann sich auch die neusten Hausaufgaben herunterladen, die diesmal aber aus Zeitgründen ziemlich unvollständig sind (hab an den HoM-Aufgaben noch bis Donnerstag Nacht um 2 dran gesessen, und mußte sie ja sechs Stunden später auch schon ausdrucken) und evtl. falsch: HoM3.pdf (77.8kB), Topo3.pdf (88.1kB).
In Zukunft wird’s die Zahlentheorie-Aufgaben auch als PDF geben, habe aber bis jetzt noch keine gemacht.

Habe mir gedacht, daß es auch mal wieder an der Zeit wäre, etwas aus dem musikalischen Sektor zu berichten: Meine Band existiert momentan immer noch nicht, neben einem Schlagzeuger (was laut dem Gitarristen aber kein Problem wäre, da er seinen Mitbewohner fragen könnte, was er schon vor zwei Wochen machen wollte, wozu er aber noch nicht gekommen ist (irgendwie scheint hier unter den Amerikanern ein merkwürdiges Zusammenleben zu herrschen, die anderen Deutschen kennen teilweise nicht mal die Namen ihrer Mitbewohner, welche sich, wenn sie überhaupt da sind, die meiste Zeit in ihren Zimmern verkriechen)) noch keinen Proberaum haben. Da hat der Gitarrist zwar wohl auch schon eine Idee, nämlich unsere Band zu einem Uni-Verein zu machen, weil wir dann auf Universitätsgebäude zurückgreifen dürften, aber irgendwie scheint das auch alles noch etwas zu dauern. Meinen ersten „Auftritt“ hatte ich aber schon heute, hab „Happy birthday“ (logischerweise auf nem Geburtstag – übrigens sind amerikanische Backfabrikmitarbeiter ebensolche Künstler wie deutsche Metzger: während diese Salz in einer schnittfesten Form verkaufen, ist es bei jenen Zucker; war aber sehr lecker, wenn auch die darin enthaltene Milch natürlich fettreduziert war (boah, das reduziert die Kalorienzahl natürlich ungemein)) gespielt, immerhin eine selbsterstellte Version, da ich keine spielbaren Tabs im Internet finden konnte. Und als Zugabe noch den Anfang von „Under the bridge“ (jaaa!!! Muß zwar noch sehr viel üben, aber bis ich wiederkomme, kann ich’s vielleicht sogar und kann fürn Erbs einspringen, oder hat er jetzt mittlerweile auch geübt?). Wo wir schon beim Thema wären! Da ich mich ja schon sehr geärgert habe, daß ich weder zu Sub7even am 2.11. noch zu Ben Harper am 31.10. gehen kann, und Incubus keine Konzerte geplant haben, freue ich mich um so mehr auf das Voodoo Music Experience-Festival, bei dem ich neben den Red Hot Chili Peppers (die ich sonst auch in Frankfurt versäumt hätte) mir evtl. auch Social Distortion anschauen werde. Juchu!
Bevor ich Memphis verlasse, werde ich übrigens, nachdem ich meiner Gitarre hoffentlich noch ein paar rockige Töne entlockt haben werde, selbige zerschmettern, was ich natürlich schon immer mal machen wollte, wozu aber „normale“ Gitarren etwas zu teuer sind. Wird natürlich alles auf Video festgehalten.

„Mathe-Englisch“

Mittwoch, 20. September 2006

Es ist zwar hier gerade schon sehr spät, und ich muß in nicht mal mehr 7 Stunden schon wieder aufstehen, aber ich kann grad überhaupt nicht schlafen, vermutlich, weil ich zu viel Dr. Pepper (für alle, die das – wie ich, bevor ich nach Amerika gekommen bin – nicht kennen: Es ist ein colaähnliches, koffeinhaltiges Erfrischungsgetränk, welches „natürliche und künstliche Aromen“ enthält, ziemlich süß ist und ziemlich süchtig macht *g*. Es ist angeblich, wenn auch nicht sehr verbreitet, in Deutschland erhältlich) getrunken habe.

Weil ich beim letzten Beitrag etwas zum Thema „Mathe-Englisch“ geschrieben habe, dachte ich, es ist an der Zeit, das mal etwas genauer auszuführen. Falls mal jemand von Euch einen mathematischen Text auf Englisch schreiben muß, so kann ich schon mal Entwarnung geben. Während ich in Deutschland bei den Übungsaufgaben (wenn auch zugegebenermaßen nicht immer erfolgreich) versucht habe, meine Lösungen auch in eine sprachlich halbwegs ordentliche Form zu bringen, kommt man bei englischen Beweisen mit sehr wenigen Wörtern aus: „since“, „by theorem …“, „hence“ und „thus“ sind, wie schon meinen vorgestellten Hausaufgaben zu entnehmen, so ziemlich alle, die man braucht, wobei „since“ eine Begründung für etwas einleitet, und „hence“ und „thus“ wahlweise(?) für Folgerungen zu verwenden sind. Na gut, es gibt natürlich schon auch noch ein paar weitere Begriffe, die man braucht, aber das ist so ziemlich alles an Prosa. Auch die Professoren verwenden kaum mehr.

OK, gute Nacht und bis zum nächsten mal, was aber noch etwas dauern könnte, da ich (mal wieder) noch ziemlich viele Hausaufgaben zu erledigen habe, und nebenher noch ein paar andere Dinge erledigen muß, u.a. Urlaubsplanung für die „Ferien“ nächsten Monat (bestehend aus offiziell zwei Tagen, die ich aber wohl um einen weiteren erweitern muß, auch, wenn ich dann HoM versäume), Details verrate ich aber erst zu gegebener Zeit. 😛

Gute Vorsätze

Dienstag, 19. September 2006

So langsam komme ich mir wie ein richtiger Streber vor: Volle Punktzahl sowohl in HoM als auch Topologie auf die Hausaufgaben der letzten Woche (bei denen ein paar „Druck“fehler waren, die ich aber mittlerweile beseitigt habe), und mehr Punkte als eigentlich erreichbar in Zahlentheorie (dabei war ich mir sicher, daß ich Punktabzug wegen meiner zu kleinen und wegen Verwendung eines Bleistiftes (was mir zuwider ist, aber wozu wir gezwungen wurden) nicht lesbaren Schrift bekomme, außerdem war ich der einzige, der die Anforderungen an das „Notebook“ nicht verstanden und somit mißachtet hat – gemeint war ein Plastikordner, in dem die Aufgaben auf US-Letter-Format-Papier (ungefähr DIN A4) eingeheftet werden sollten, ich habe das hingegen natürlich wörtlich genommen und das erstbeste, wo Notebook draufsteht, genommen, was ein kleines Notizbuch etwa im DIN A5-Format ist. Natürlich ist es ja eigentlich egal, in welcher Form man die Aufgaben abgibt, solange sie inhaltlich sauber sind, aber gerade in dieser Vorlesung war ich mir da nicht so sicher). Dabei hab ich die gerade heute in der Mittagspause fertiggestellt, 10 Minuten bevor die Klausur anfing, hatte ich die letzte Aufgabe abgeschlossen und bemerkt, daß ich einen Fehler gemacht habe, aber es war ja schon zu spät. Naja. Die Klausur war schwerer als erwartet, aber trotzdem sehr leicht. Naja, bei „open books“ und „open notes“ kann eine Klausur ja auch nicht schwer sein (obwohl ich das Buch ja nicht habe).
Der Hammer kommt aber noch. Heute morgen hatte ich ja wieder die Philosophievorlesung, wo ich letztes mal die Klausur geschrieben habe. Als der Professor die Verteilung aufgeschrieben hat:

A B C D F
5 10 12 6 12,

habe ich mir gedacht, daß es wohl doch besser gewesen wäre, mich vorher einzuschleimen, ein Wörterbuch zu verwenden und Austauschstudentenbonus zu bekommen. Als es dann hieß, daß es dem Professor so scheint, als hätten wir noch nicht so viele Essays geschrieben, habe ich bereut, nicht in der Sprechstunde auch ausdrücklich gesagt zu haben, daß ich eigentlich Mathematik studiere und von Essays usw.usf. noch nie gehört habe. Nachdem dann aber ein paar „typische Probleme“ und Fehler genannt wurden, hatte ich doch ein etwas besseres Gefühl, und als die Korrekteure (der Philosophie-Professor hat zwei Assistenten, aber meine Mathe-Dozenten machen und korrigieren alles selber) gesagt haben, wie sich ein „B+“ und ein „C-„-Essay unterscheiden, habe ich doch zumindest mit „C“ gerechnet, womit ich ja sogar über dem Durchschnitt gewesen wäre. Doch dann – große Überraschung: Der Professor hat meine Arbeit vorgelesen!!! Hilfe! Er hatte noch eine zweite, die er vorlesen wollte, doch jemand meinte, das sei genug. Die Kommilitonen, die mitgekriegt haben, daß die Arbeit von mir ist, halten mich jetzt wohl für einen totalen Streber.
Ebenso aber auch ein paar Mathestudenten, denn gestern haben wir uns zum Lernen für die Klausur getroffen. Wollte erst gar nicht hingehen, weil ich die Hausaufgaben lieber allein machen wollte, geht schneller, oder evtl. einen Film gucken wollte (hätte sogar zwei Alternativen gegeben, einen italienischen Film im Rahmen eines Kurses, und den aktuellen Kinofilm „The Break-Up“ (Trennung mit Hindernissen)). Weil ich dann aber prompt bei einer Aufgabe nicht weiter wußte, bin ich doch zur Lerngruppe gegangen. War eigentlich auch ganz lustig, und so konnte ich auch mein „Mathe-Englisch“ etwas aufbessern und anwenden.

Übrigens trifft man hier ständig zufällig irgendwelche Leute, die man kennt. Liegt wohl daran, daß das hier eine Campus-Uni ist, was eigentlich viel besser ist, weil man viel schneller Leute aus ganz anderen Fachbereichen kennenlernt.

Was die Musik betrifft, hat sich immer noch nix konkreteres ergeben. Ich hab zwar jetzt endlich massenhaft Tabs (danke nochmal an Schlappi), und stehe auch in Kontakt mit nem Gitarristen/Bassisten/Allroundkünstler, der mit mir irgendwann auftreten will, aber uns fehlt noch ein Schlagzeuger. Ich fürchte aber auch, daß ich mir mal wieder viel zu viel vorgenommen habe. So z.B. regelmäßig Sport zu treiben. Klappt zwar bis jetzt noch, wenn man ca. einmal wöchentlich noch als „regelmäßig“ durchgehen läßt, aber sobald ich erst mal eins von den Papern für HoM schreiben muß, habe ich wohl keine Zeit mehr (quasi als Dank für meine Unterstützung bei den letzten HoM-Hausaufgaben und der gestrigen Lern-Unterstützung und Hausaufgabenhilfe habe ich jetzt schon mal ein Angebot zum Korrekturlesen meines Papers bekommen, worauf ich natürlich gerne zurückgreifen werde). Heute morgen habe ich auch ein umfangreiches Angebot an Tageszeitungen in der Bibliothek gesehen, und habe mir gedacht, daß ich das ja auch mal nutzen könnte. Und schließlich nehme ich mir schon die ganze Zeit vor, auch mal was für die PDE-Vorlesung zu tun, habe ich doch schließlich extra das teure Buch gekauft (was wiederum auch der Hauptgrund war, das Postfach zu mieten). Tja, ihr wißt ja selbst, wie das so ist mit guten Vorsätzen.

Übrigens war die heutige Klausur wie erwartet natürlich auch in der vielzitierten Schriftart gedruckt. :-/
Und mein Fahrrad geht jetzt auch wieder. Das Werkzeug hat mir zwar nix genutzt, weil es nur aus Schraubenziehern, nicht aber Inbusschlüsseln besteht, dafür haben mir die Koreaner aber freundlicherweise geholfen und die Schrauben mit einer Pinzette gelöst. Hoffentlich hält das jetzt auch, aber es macht einen guten Eindruck.

Downtown per Fahrrad

Sonntag, 17. September 2006

Hier gibt’s wieder das Neuste direkt aus Memphis, heute auch endlich mit vielen Bildern!
Bin nun gestern also tatsächlich nach Downtown geradelt. Anfang noch etwas skeptisch, ob es nicht doch zu weit ist, ich mich verfahre, oder zu viel Verkehr ist, war ich dann ne gute dreiviertel Stunde später mitten auf der Beale Street!
Blick auf die „Skyline“ von Memphis sowie meine Ankunft am Ziel:


Ich bin total stolz, denn ich habe mich nicht verfahren!! Mußte auch nur ein einziges mal auf die Karte schauen, und das sogar nur, weil da gerade eine Bahn kam und ich nicht warten wollte und somit nicht so fahren konnte, wie ich das vorher geplant hatte. Verkehr war auch nicht so viel, hätte mir das viel gefährlicher vorgestellt, aber die meisten Autos haben mich auf der linken Spur überholt, und wenn halt mal etwas mehr Verkehr war und die Autos ziemlich dicht an mir vorbeigefahren sind (war aber wirklich nicht oft), bin ich eben etwas langsamer gefahren. Jetzt ist mein Fahrrad endgültig einstellbedürftig, denn die Bremsen funktionieren fast gar nicht mehr (scheiß drauf – wer bremst, hat Angst!! *g*), und von meinen 18 Gängen kann man auch höchstens so etwa 5 verwenden. Hab aber schon nen Kommilitonen gefunden, der etwas Werkzeug hat, muß mir das also nur noch mal irgendwann ausleihen.
Hatte jedenfalls einen super schönen Tag und bin froh, endlich auch mal etwas vom „richtigen“ Memphis gesehen und erlebt zu haben. Dazu gehört, daß ich jetzt endlich ein paar Postkarten auftreiben konnte! Sind zwar nicht unbedingt die allerschönsten, aber egal, immerhin irgendwelche. Weil ich aber noch viel für die Uni zu tun habe und die Post ja auch nicht die allerschnellste ist, müßt ihr Euch noch ein wenig gedulden. Danach wollte ich, nach meiner anstrengenden Tour (hab nochmal in die Karte geschaut, also es sind wohl eher etwas mehr als 8 Meilen bis zum Mississippi, an dem ich ja auch war, was ca. 13km entspricht), erst mal was essen, was sich als gar nicht so einfach herausgestellt hat, weil ich eigentlich was zum Mitnehmen wollte und kein riesiges Menü in einem teuren Restaurant. Da ich aber kein Fast-Food-Restaurant gefunden habe, mußte ich eben doch was zum „Hinsetzen“ essen, hab mich mal wieder für Hot Wings entschieden, scheint eine Spezialität in Memphis zu sein, das sind so Hähnchenteile in einer superscharfen Soße, waren aber sehr gut. Ach so, zum Thema Soße wollte ich ja noch anmerken, daß ich in der „Mensa“ hier klar im Vorteil bin, da muß man nämlich nicht sagen, was man nicht will (nämlich Soße), sondern im Gegenteil, was man will. Insofern spare ich hier Zeit. Weil ich dann bis zu meiner nächsten Aktivität (mehr dazu gleich) noch fast eine Stunde hatte, bin ich noch etwas umherspaziert, hab zufällig auch einen Austauschstudenten aus Japan getroffen, der mit dem Bus gefahren ist. Ich war aber froh, das nicht gemacht zu haben, sonst hätte ich Euch auch noch keine Bilder vom Mississippi präsentieren können! 🙂
Wo war ich? Ach genau, beim umherspazieren. Da hat dann irgendwann ne Band angefangen zu spielen, die ich schon vor dem Essen bemerkt hatte. Wenn ich jemals so etwas wie einen guten Bassisten gesehen habe (wobei das aber m.E. ein Oxymoron ist), dann den, den man hier nicht sieht (wie ich aber erst nachträglich mit Entsetzen festgestellt habe), und leider auch nicht mehr hören kann (noch größeres Entsetzen), weil ich die Aufnahme nicht oder nicht richtig gespeichert habe. Der hat den Bass genommen und total locker einfach drauflos gejammt, wow war das gut.

Ja, ich bin echt schon froh, daß ich ein Semester in Memphis verbringen darf. Hier ist echt Beat in der Stadt, und das schon am frühen Nachmittag. Ich würde total gerne auch mal abends hin, aber das ist mir zum einen etwas zu gefährlich und zum anderen habe ich auch kein Licht am Fahrrad.
Als nächstes stand dann eine Tour Factory bei Gibson auf dem Programm. Wußte gar nicht, daß die hier (und neben Nashville sogar nur hier) die E-Gitarren herstellen, und die Tour war auch sehr interessant, aber leider waren – es war ja Samstag – keine Arbeiter dort. Man durfte sogar Fotos machen:

Bis auf ganz wenige Schritte, die maschniell geschehen (pressen der Form und sägen), geschieht tatsächlich alles durch Handarbeit.
Danach war ich wie geplant im National Civil Rights Museum, hätte doch noch auf mein Freier-Eintritt-Ticket warten sollen, so mußte ich nämlich als Student trotzdem noch 10$ bezahlen, was ich schon relativ viel fand, aber wer weiß, wann ich zum nächsten mal dort hin komme (ich seh’s schon kommen, nächste Woche…). War auch sehr interessant, das Museum ist ja in dem Motel, wo das Attentat auf Martin Luther King jr verübt wurde. Fotos durfte man dort aber leider keine machen.
So, bevor ich mich den Hausaufgaben widme, abschließend noch weitere Fotos.
Ein Hard Rock Café gibt’s hier natürlich auch:

Das ist der Mississippi:

Hier noch mal die „Skyline“ aus einer anderen Perspektive:

Das ist das FedEx-Forum, wo diverse Veranstaltungen (von Sport bis zu Konzerten) stattfinden

Auf der Rückfahrt bin ich einen footballspielbedingten Stau geraten. Glücklicherweise gibt es in Amerika scheinbar kein Rechtsfahrgebot, sodaß ich problemlos an den Autos vorbeifahren konnte und somit wahrscheinlich mehr Autos überholt habe als am ganzen Tag Autos mich überholt haben. Leider konnte ich den Stau aber nicht richtig als Bild festhalten:

Auch vom Pre-Game kann man durch Bilder überhaupt keinen Eindruck bekommen:

Der/die/das(?) Liberty Bowl, das Football-Stadion, in dem ich letzte Woche mein erstes Spiel gesehen habe, aber ich hätte es mir größer vorgestellt. Laut Internet gibt es 19.000 Sitzplätze.

Übrigens haben mich mittlerweile schon die ersten Postkarten erreicht! Vielen Dank! Hoffentlich werden es noch ein paar mehr… Für das Chaos auf meinem Schreibtisch brauche ich mich ja nicht zu entschuldigen, kennt ihr ja eh schon von mir.

Damit ich endlich mein Standardgericht (Nudeln mit Schinken) kochen kann, war ich heute morgen noch einkaufen. Butter konnte ich aber leider keine finden, so sind die Nudeln eben etwas trocken. Ist so ähnlich wie mit der Milch, nur noch viel schlimmer, und die einzige halbwegs „normal“ aussehende Butter war gesalzen (ich glaube, in der deutschen Butter ist ja auch Salz, aber ich weiß ja nicht, wie viel das hier ist, also wollte ich die lieber nicht). Übrigens sind hier – trotz Kroger Plus Card, mit der man ja angeblich sehr viel sparen kann (heute wieder 60 Cent) – einige Lebensmittel deutlich teurer als in Deutschland. So kosten Nudeln, manches Obst, Brot und einige weitere Artikel grob das doppelte. Dafür gibt’s aber, zumindest an Obst, eine große Auswahl, sogar (kalifornische) Erdbeeren (aber leider momentan keine Braeburn-Äpfel).

Und jetzt aber wirklich abschließend noch etwas aus der Kategorie „Typisch Amerika“: Gestern hab ich einen Arbeiter gesehen, der den herumliegenden Müll am Straßenrand nicht etwa eingesammelt oder mit einem Kehrfahrzeug entfernt hat, sondern mit einem Wasserstrahl in die Kanalisation gespült hat.

Kein Grund, höflich zu sein

Freitag, 15. September 2006

Sodele, da bin ich mal wieder. Und hab Euch etwas mitgebracht, deshalb hat’s auch so lang gedauert (zugegebenermaßen ist es nicht sonderlich schwer, aber ich hab trotzdem ne Weile gebraucht, zumal ich das erst nicht hingekriegt habe, daß die Aufgabennummern und Pfeile bündig übereinander sind, aber der Beweis selbst trotzdem als Blocksatz – meine jetzige Lösung, Tabelle mit per Auf-gut-Glück herausgefundener Breite, ist natürlich nicht sonderlich elegant, aber bei der Zahlentheorievorlesung haben wir neulich sogar einen Zettel bekommen, der nicht nur in Comic Sans MS gedruckt war, sondern wo nicht mal die Indizes tiefgestellt waren. Vielleicht bin ich doch etwas zu perfektionistisch?!): Topo2.pdf (62.9kB)
Ach so, falls es nicht aus dem Namen hervorgeht, es handelt sich um die Hausaufgaben über Topologie, wo es ja momentan um die „topologischen Begriffe“ aus Analysis II geht.

Heute war ich schwer im Streß, erst mal hab ich natürlich den Test geschrieben, zum Glück hab ich doch nicht so viel gelernt und nix mehr gelesen, wäre eh überflüssig gewesen, es war eine sehr leichte Frage, aber ich konnte da nicht so sehr viel zu schreiben, und vor allem hab ich halt viele Wörter nicht gewußt, hatte mal überlegt, ob ich zu dem Professor in die Sprechstunde gehe und mich vorstelle und bei der Gelegenheit auch gleich frage, ob ich ein Wörterbuch verwenden darf, mich dann aber doch dagegen entschieden, weil mir die Noten und so gerade in der Vorlesung ja eh egal sein können und sind.
Hab mich danach (hab gar nicht die ganze Stunde verwendet, weil ich nix mehr wußte, aber es hatten vor mir auch schon einige abgegeben) noch kurz mit nem Kommilitonen unterhalten, der an meinem Akzent erkannt hat, daß ich Deutscher bin, was mich fast etwas gefreut hat (heute Nachmittag hat mich dann gleich noch jemand an meinem Akzent identifiziert), weil letztes mal schien eine Kommilitonin sehr erstaunt darüber, daß ich aus Deutschland komme, was ich nicht recht zu deuten wußte (ist mein Englisch so gut, daß man nicht denkt, daß ich aus einem Nicht-englischsprachigen Ausland bin, oder aber, was durchaus wahrscheinlich ist, ist mein Englisch so schlecht, daß man nicht denkt, daß ich aus einem Land komme, wo man neun Jahre lang Englisch lernt, weil ich es sonst besser können müßte?).
Dann wollte ich mir eigentlich mein Ticket für freien Eintritt ins National Civil Rights Museum abholen, für alle Fälle, weil ich ja Samstag gerne mal in die Stadt will. Die haben aber momentan irgendwelche Probleme und können erst ab Montag wieder Tickets verteilen. Naja, mal sehen, vielleicht geh ich trotzdem, hab aber auch noch reichlich anderes Programm, denke ich.

Heute Nachmittag war ich erst mal wieder einkaufen, und die Augen waren natürlich mal wieder größer als der Hunger, sprich ich hab mehr gekauft, als in den Rucksack paßt. Dadurch war die Rückfahrt etwas chaotisch, weil ich meine Gallone Brunnenwasser (anhand derer ich herausgefunden habe, daß Normalbenzin etwas mehr als doppelt soviel kostet wie Brunnenwasser) am Lenker befestigen mußte. Weil mein Fahrrad eben doch ein ziemliches Billigteil ist (kein Gepäckträger, das ist sehr nervig!!!), und keine Schutzbleche hat, mußte ich auch aufpassen, daß die Tüte nicht an den Reifen kommt, sie also möglichst weit außem am Lenker befestigen, wodurch es natürlich alles noch etwas wackliger wurde. Vor allem als die Fußgängerampel nicht funktioniert hat, wurde es etwas lustig, weil ich versucht habe, irgendwie über die Straße zu kommen, und das während der Rush-hour. 🙂 Hab aber ordnungsgemäß meinen Helm getragen und somit ist nix passiert, aber manche Autofahrer haben schon etwas komisch geguckt, als ich mein schwer beladenes Fahrrad zwischen den Autos auf die Abbiegespur geschoben habe. *g*
Ach so, und jetzt habe ich auch endlich mal einen Eindruck vom Supermarkt festgehalten. Ich wollte nur „ganz normales“ Müsli kaufen, mit möglichst wenig Zucker. Das muß man hier aber erst mal finden!
Corn flakes-Regal

Hab leider längst nicht das ganze Regal, außerdem ist es ja eh „nur“ der Kroger-Supermarkt, kein Vergleich mit Wal*Mart. Mehr Bilder hab ich aber auch nicht gemacht, wollte ja nicht gleich, daß große, kräftige Männer kommen und mich fragen, was ich da photographiere!
Übrigens ist es, was das Salz betrifft, ähnlich wie mit der Milch. Da gibt es kein „ganz normales“. Neben Knoblauchsalz habe ich lediglich Salzersatz, welcher angeblich genau die gleichen Eigenschaften hat, aber kein Salz enthält (keine Ahnung, wieso man so etwas braucht, ist das jetzt die neuste Diät oder wie?), gefunden. Dann habe ich doch noch wenigstens „Meersalz“ gefunden, was zwar dementsprechend teuer war, aber das war mir auch egal. Außerdem gab’s ja die letzten Tage eh so viel Free food. Das hätte es heute auch fast gegeben, aber als wir bei dem Laden, der überall so Zettel aufgehängt hatte, waren, mußten wir feststellen, daß die Aktion beendet ist, denn „paper out“. Paper out? Hä? Ja: Man hätte, um die Gratis-Pizza zu bekommen, gleichzeitig einen Kreditkartenvertrag abschließen müssen. Und die Anträge sind gerade ausgegangen. Eine zusätzliche Kreditkarte hätte ich aber gut gebrauchen können (vorsicht, Ironie), denn heute hat mich jemand angerufen, der mir irgendwas von irgendwelchen Zinsen erzählen wollte, aber da habe ich – so wie ich es im Handbuch für internationale Studenten gelernt habe – natürlich gleich aufgelegt, weil es in solchen Fällen „keinen Grund gibt, höflich zu sein“.
Jetzt habe ich endlich auch eine Kroger Card, die man sich an den Schlüsselanhänger hängen kann und mit der man angeblich sehr viel sparen kann, ich habe auch direkt schon 1,55$ gespart.

Als ich dann also irgendwann mein ganzes Zeug verstaut habe und meine zusätzlich neu erworbenen Klamotten (richtig geraten, da hat natürlich auch mal wieder keiner der aufgedruckten Preise gestimmt, weil natürlich alles, was die verkaufen, gerade im Sonderangebot ist) gewaschen habe, mußte ich erst mal beim Umzug helfen. Klingt komisch, ist aber kein Witz. Aber da wir natürlich zu mehreren waren und man ja als Austauschstudent nicht so viel Kram hat, ging’s recht schnell. So konnte ich mich dann meinen Hausaufgaben widmen, obwohl ich eigentlich wieder zum Krafttraining (ok, ich gestehe, eigentlich eher zum Fernsehen *g*) wollte.

Gute N8

PS: Noch etwas anderes als die Schriftart gleicht in der Zahlentheorie-Vorlesung eher einem Kindergarten: Bei dem ersten Test, den wir nächste Woche schreiben, dürfen wir sowohl das Lehrbuch als auch sämtliche Notizen, inkl. Hausaufgaben verwenden.
PPS: So ein Mist, hab total viel Musik „vergessen“. Hatte zu Hause extra nochmal überprüft, ob ich auch ja alle relevanten MP3-Verzeichnisse dabei habe, aber nicht, ob da auch alles drin ist, was drin sein sollte.

Zu erledigen: 3 Seiten und 24km

Dienstag, 12. September 2006

OK, Gewinnspiel ist beendet, nachdem nun endlich die richtige Antwort Upmeetsdown (abgekürzt UMD) genannt wurde. 🙂 Das Lied heißt übrigens „Rage of Love“.

Während dieser Tage gibt’s hier reichlich Free Food (das dadurch gesparte Geld habe ich aber wiederum schon für eine Luftpumpe ausgegeben, 20$, die spinnen, aber ich hatte keine Lust, noch länger mit einem ziemlich platten Vorderreifen zu fahren, außerdem war das Fahrrad ja ein ziemliches Schnäppchen… Und wenigstens ist in der Luftpumpe sogar immerhin noch Flickzeug eingebaut – übrigens wollten die mir erst eine für 25$ andrehen, die für 20 hab ich nur auf ausdrückliche Nachfrage bekommen, aber mit der Warnung, daß das Aufpumpen damit schwerer sei, so ein Schmarrn, geht natürlich super gut), angefangen gestern beim „Floor meeting“, was eigentlich eine ganz gute Idee ist, weil man dort Gelegenheit hat, seine Nachbarn kennenzulernen, bzw. Gelegenheit gehabt hätte, wenn diese denn auch alle gekommen wären. War aber auch so ganz witzig (wir waren insgesamt zu zwölft), wir haben Mafia gespielt, ein Gesellschaftsspiel, was ich vorher nicht kannte, aber sehr zu empfehlen ist; je mehr Leute, desto besser würde ich sagen, die Regeln sind auch nicht schwer.
Heute ist ja wieder Dienstag, das heißt es gibt Free Dinner bei dieser Methodisten-Kirche. Und morgen gibt es dann in einem scheinbar neu eröffneten Restaurant ein gratis „Frühstück in der Nacht“.

Unimäßig wurde ich mal wieder geschockt; übermorgen schreibe ich ja meinen ersten Test, in dem Philosophiekurs, und laut Professor (der übrigens, bärtig wie er ist, nicht nur äußerlich Sokrates höchstpersönlich sehr nahe kommt, über den es ja momentan auch inhaltlich noch geht) „steigt die Wahrscheinlichkeit, eine gute Note zu bekommen, wenn man etwa drei Seiten schreibt“. Mich haben ja 10 Seiten für die Hausarbeiten, welche ja innerhalb des Semesters zu schreiben sind, und zwar drei Stück an der Zahl, für ein einziges Fach, schon beängstigt. Aber nun soll ich drei Seiten, zumal auf Englisch und ohne Textgrundlage, innerhalb von ich glaube einer Stunde, drei Seiten vollschreiben? Jetzt könnte man natürlich behaupten, daß ich doch hier im Blog auch recht viel schreibe (was mich ja selbst etwas erstaunt), aber trotzdem glaube ich nicht, daß das gut geht am Donnerstag.

Ich will unbedingt so bald wie möglich mal wieder Downtown, damit ich endlich mal den Mississippi bei Tageslicht sehe (hab auf der Karte gesehen, wieviel bzw. wenig ich letztes mal gesehen habe, das war ja nur ein winziger Nebenarm, und außerdem war es da ja auch schon dunkel), und auch vielleicht an ein paar Postkarten komme… Unter der Woche ist das etwas knapp, weil ich ja immer bis um 2 Uni habe (nein, ich will kein Mitleid! *g*), und freitags ist ja das Treffen dieses Internationalen Studenten-Vereins, wo ich ja schon auch ganz gerne hingehen würde. Bleibt also im Grunde nur Samstag. Hab mich auch schon nach Busfahrmöglichkeiten erkundigt und in meiner Karte (Maßstab steht übrigens keiner drauf, ist wohl auch ein ziemlich krummer, denn 1 Meile entspricht nach meiner Messung 1,5 inch (also wird ein Kilometer auf etwas weniger als 2,5cm dargestellt)) nachgeschaut, was ziemlich lang gedauert hat, weil die Straßennamen da alle kreuz und quer draufstehen und der Bus ja scheinbar auch durch winzige Nebenstraßen fährt, aber das hat sich als ziemlich zwecklos erwiesen; man braucht knapp 50 Minuten pro Strecke, und der letzte Bus fährt um 16:38 wieder Richtung Uni (die andere Möglichkeit scheidet aber auch aus, selbst wenn die Amerikaner lange feiern, ich glaube bis 7:38 Uhr morgens würde ich nicht durchhalten). So werde ich wohl oder übel die schätzungsweise 12km per Fahrrad zurücklegen (müssen), was natürlich nicht so schön ist, weil ich dann ja ganz alleine fahren muß. Es würde sich bestimmt auch ein Fahrer finden, aber es geht mir ja auch darum, mich grundsätzlich fortzubewegen, unabhängig von irgendwelchen Fahrern.

Bilder gibt’s schon wieder keine, ich hatte heute eine tolle Motividee, aber erst, als es schon zu spät war. Naja, dann halt nächstes mal!?

Aus der Kategorie „Was ich schon immer über Amerika erzählen wollte“: Wenn man Wäsche wäscht, hat die einen etwas merkwürdigen Geruch, nicht unbedingt unangenehm, aber gewöhnungsbedürftig. Übrigens haben Trockner doch diese Flusensiebe, hab ich nur bei der ersten Benutzung nicht entdeckt (und scheint auch vielen anderen nicht bekannt zu sein, jedenfalls waren die ziemlich voll). Etwas sinnlos ist, daß man verschiedene Programme einstellen kann, das sind wohl nur Dummy-Schalter, denn es dauert immer 60 Minuten, egal, welches Programm man wählt, und die Wäsche wird auch bei allen Programmen in dieser Zeit trocken.

Die Wahrheit über American Football

Montag, 11. September 2006

Eigentlich müßte ich noch an meinen Hausaufgaben weitermachen, hab noch ne ganze Menge zu tun. Aber da ich jetzt mit dem ersten Fach, HoM, gerade fertig geworden bin und mich über meine Ergebnisse freue, gibt’s mal wieder einen neuen Blog-Eintrag.
Wer sich für den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben interessiert, findet hier die Aufgabenstellung. Selbige habe ich aber auch (bis auf Fußnoten und Skizzen) in meinen Lösungsvorschlägen zusammengefaßt: HoM2.pdf (77.8kB)
Fehler müßt ihr leider behalten, denn ich glaube nicht, daß ich, bevor ich es ausdrucken und anschließend abgeben werde, noch so viel Gelegenheit habe, etwas zu ändern.
Übrigens machen die Hausaufgaben, obwohl es wie gesagt immer relativ viel und meistens auch viel zu schreiben ist, hier richtig Spaß, weil ich fast nichts abschreiben muß, sondern noch alles selber kann!

Gestern war ja American Football angesagt. Leider kann ich Euch keine Eindrücke davon zukommen lassen, weil ich nicht wußte, wie streng die da beim Einlaß sind, sodaß ich sicherheitshalber die Kamera lieber daheim gelassen habe. Hätte sie aber doch mitnehmen dürfen. Naja, dann halt beim nächsten mal. Also das Spiel selbst finde ich ehrlich gesagt ziemlich langweilig, noch langweiliger als deutschen Fußball, die anderen, die noch mit waren, waren eher geteilter Meinung, teilweise derselben wie ich, teilweise aber regelrecht begeistert. Die Regeln sind zwar angeblich ganz einfach (man hat am Anfang „10 yards to go“ und dafür vier Versuche), aber so richtig kapiert habe ich es trotz mehrerer Erklärungen noch nicht. Selbst wenn, würde ich das Spiel aber langweilig finden. Hinzugehen hat sich aber trotzdem gelohnt, da wir schon gegen halb eins losgefahren sind (das Spiel hat um 19 Uhr angefangen), um vorher eine BBQ-Party zu veranstalten. Insofern habe ich ein echtes Stück amerikanische „Kultur“ erlebt; dort sind tausende Autos, fast ebensoviele Menschen, etliche Grills und viel, viel „Bier“ (ich setze das mal lieber in Anführungszeichen, da ekliges Budweiser kein Bier ist, v.a. weil es Reis enthält; so langsam beginne ich aber, mich an den schlechten Geschmack zu gewöhnen und werde, wenn ich wieder nach Deutschland komme, wohl sehr überrascht und begeistert von der dortigen Bierqualität sein). Faktisch ist es wohl so, daß die Amerikaner den Football selbst auch langweilig finden, und nur wegen der ausgiebigen Parties vorher so gut in Stimmung sind.
Übrigens habe ich ständig Ärger, weil mir die Leute nicht glauben, daß ich 21 bin. Denn ich bin ja am 12. März geboren, also steht im Perso „12.03.“, was die Amis aber natürlich als 3. Dezember interpretieren. Gestern war einer so renitent, daß er mir nicht mal geglaubt hat, als ich ihm zum Beweis, daß in Deutschland Monat und Tag „verkehrt herum“ sind, das Datum der Ausstellung, nämlich den 25.01., gezeigt habe, und ihm klarmachen wollte, daß es keinen 01.25. gibt. Dann mußte erst noch seine Kollegin kommen und ihm erklären, daß das „so wie in spanischen Pässen“ ist. Insofern freue ich mich schon auf den 3. Dezember, meinen „zweiten“ 21. Geburtstag.
Ach ja, die Tigers haben übrigens gewonnen gestern! Habe das Spiel aber nicht bis ganz zum Ende gesehen, um nicht in einen Stau zu geraten (es war trotzdem schon sehr viel los auf den Straßen). Und jetzt habe ich endlich auch ein Poster, denn in meinem Willkommens-Paket war leider – im Gegensatz zu denen der anderen internationalen Studenten – keins drin. So ist zumindest schon mal eine der Wände nicht mehr so leer. Das nächste Heimspiel (zu dem Studenten grundsätzlich freien Eintritt genießen) ist in drei Wochen, mal schauen, also zumindest zum BBQ werde ich wohl wieder gehen.

Da ich vorhin das Stichwort „Autos“ erwähnt habe, fällt mir noch etwas ein, was ich kürzlich erzählt bekommen habe. Daß Amerikaner, selbst die, die auf dem Campus wohnen, mit dem Auto zum Sport (!) fahren, ist hinlänglich bekannt (auch wenn ich es trotzdem etwas widersinnig finde, genauso wie die Tatsache, daß in Flugzeugen grundsätzlich die Klimaanlagen zu hoch eingestellt sind und dann zum Ausgleich Decken verteilt werden). Jetzt kommt aber der Knüller: Neulich wollten wohl zwei Damen, die beide in demselben Apartment leben, gemeinsam in denselben Sportkurs. Dorthin sind sie jeweils alleine in ihren eigenen Autos gefahren!!! Hallo?

Nun denn, das war’s mal wieder für heute, Bilder gibt’s wie gesagt keine, dafür aber noch ein PS.

PS: Keiner will die erste Postkarte… Bislang ist mir erst ein Lösungsvorschlag zugeschickt worden, welcher aber falsch war. Daher folgende Hilfestellung: Das Lied kennt zwar höchstwahrscheinlich niemand, und wenn jemand eine CD von der Band hat, so hat er sie mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit von mir überreicht bekommen. 😉 Es handelt sich zwar um eine Gießener Band, die sich vor ca. einem Jahr aufgelöst hat, aber es ist keine meiner eigenen Bands!!!

Rätsel

Samstag, 9. September 2006

Eigentlich wollte ich heute mit ein paar Kommilitonen weggehen, aber von drei Fahrern ist der eine zu früh gefahren (da war meine Wäsche noch im Trockner), der zweite ist angeblich auch schon früher gefahren, und vom dritten wußte dann keiner mehr, ob da nun was draus wird. Naja, da ich aber nicht der einzige bin, der somit notgedrungen hier bleiben muß, ich außerdem ja noch ein bißchen erkältet bin und deswegen eh nicht so spät ins Bett gehen will (und ich hab ja schon mal erzählt, daß die Amis es hier am Wochenende ziemlich lange aushalten) und ja außerdem morgen eh feiern werde (erst vor dem Football-Spiel und je nachdem vielleicht ja auch noch danach *g*), will ich mal kein Trübsal blasen. Außerdem war ich schon teilweise fleißig, ich habe nämlich nach einigem Herumprobieren endlich herausgefunden, wie man in $\TeX{}$ (ach so, für alle Nicht-Mathematiker sollte ich noch erwähnen, daß das quasi das Satzsystem für den PC ist, d.h. damit kann man mathematische (und auch allgemein naturwissenschaftliche) Texte setzen; über „Word“ und auch dessen Formeleditor können Mathematiker bestenfalls müde lächeln) das Papierformat auf US-Letter umstellt (glaube zwar nicht, daß das nötig gewesen wäre, aber ich wollte nicht riskieren, daß mein Text dann verkleinert oder irgendwo abgeschnitten oder nicht auf der Seite zentriert ist). Aber wo ich gerade bei TeX bin, fällt mir ja noch folgendes ein: Ich nehme alles zurück, was ich jemals an Strafen für Mathematiker, die im HRZ arbeiten und ihre Skripten mit Word erstellen, gefordert habe! Zumal es sich dabei ja nicht einmal um Mathematik-Skripten im eigentlichen Sinn handelt. Es dürfen auch Philosophiedozenten gerne auch in Zukunft das Euro-Zeichen anstelle des Element-Zeichens verwenden, und ein „E“, wo eigentlich ein umgekehrtes „E“ (für „es gibt“) stehen müßte. Denn es gibt etwas viel grausameres, was wesentlich schneller Augenkrebs provoziert. Und zwar wenn eine Mathematikerin ihre Texte nicht bloß in Word erstellt (was schon schlimm genug ist), sondern auch noch zusätzlich die Schriftart „Comic Sans MS“ dabei verwendet!!! Das ist einer der Momente, wo ich mich ins 19. Jahrhundert zurückversetzt wünsche, damit solche Verbrecher in den Karzer gesteckt werden können (da fällt mir ein, die Campus-Polizei kann einen übrigens nicht ins Gefängnis bringen). Besagte Schriftart kann man meinetwegen für Kindergeburtstagseinladungen verwenden, aber doch bitte nicht an einer Hochschule. OK, ich muß gestehen, daß das Niveau nun auch nicht wesentlich über das eines Kindergeburtstages hinausgeht (es handelt sich um die mehrfach zitierte Zahlentheorievorlesung), müssen wir schließlich bei Induktionsbeweisen für den Induktionsschritt extra noch „n“ durch „k“ substituieren (so was mußte ich in der Schule mal bei einem Lehrer, was ich selbst damals schon für eine Zumutung hielt). Aber genug dazu, ich war ja bei meinen TeX-Versuchen. Solange ich nämlich noch nicht für Klausuren lernen (höhö, aber ich glaube, manche lernen ernsthaft dafür, gewisse Lehramtsstudenten haben sogar eine Art Lerngruppe gegründet) muß und auch sonst genug Zeit habe, will ich wie glaube ich schon angekündigt, die Hausaufgaben ordentlich machen. Außerdem kann ich Euch so, sofern ihr Interesse habt, leichter daran teilhaben lassen.
Nachdem ich mit Topologie anfangen wollte, das aber nicht tun konnte, da wir ja noch gar nicht definiert haben, was abgeschlossen ist (ok, schlechte Ausrede, v.a. weil der Professor ein Skript ausgeteilt hat (bin ich froh, daß ich das überteuerte Buch nicht gekauft habe!)) und in der anderen Aufgabe die Aufgabenstellung falsch ist, habe ich mich HoM zugewandt. Da habe ich aber bei der ersten Aufgabe aufgegeben, weil man da ein Ergebnis von Archimedes, was eigentlich recht klar ist, aus einer Formel von Aryabhata (einem hinduistischen Mathematiker des frühen Mittelalters, den ich vorher auch noch nicht kannte) herleiten soll, die in meinen Augen aber überhaupt nichts damit zu tun hat.
Hmm, eigentlich sollte das nur eine Einleitung werden, ist aber jetzt doch etwas länger geraten. Lange Rede, kurzer Sinn: Jedenfalls hab ich dann meine Gitarre gesehen und gedacht, die könnte ich ja mal einweihen. Leider hat mir noch keiner Tabs geschickt (*räusper*), und die großen englischsprachigen Seiten haben wegen Problemen mit der NMPA und MPA (scheinen das amerikanische Pendant zur GEMA zu sein) zur Zeit geschlossen. :-/ So konnte ich nicht stöbern und hab halt selbst etwas rumprobiert. Um auch alle technischen Möglichkeiten, die sich mir hier bieten, bestmöglich auszunutzen, habe ich mir folgendes ausgedacht: Hab was aufgenommen (hab aber weder geübt (und das Lied seit bestimmt 3 Jahren nicht mehr gespielt) noch ist es für jemanden, der normalerweise nur dicke und weit auseinanderliegende Basssaiten zum Schwingen bringt, leicht, auf einer Kindergitarre, wo alles supereng ist, die Noten von im Original zwei verschiedenen Instrumenten gleichzeitig zu spielen und das in annähernder Original-Geschwindigkeit, außerdem ist das die erste und einzige und unbearbeitete Aufnahme, also bitte seid nicht zu streng mit mir!), und werde dem, der mir zuerst sagt, welches Lied das sein soll (ok, ist etwas zu schwer, daher lasse ich es gelten, wenn jemand nur die Band nennt (nun, jetzt wird es aber schon wieder zu einfach!)), die erste Postkarte schreiben! Na gut, ich gebe zu, daß der erste Preis somit nicht sonderlich wertvoll ist, zumal ich eh alle Postkarten am gleichen Tag schreiben werde… Aber tropsdem!
Also denn: PhilInMemphis.mp3 (68.2kB)

Keep on rockin‘